BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Weitere Kinder und Jugendliche kehren an Schulen zurück | BR24

© BR

Nun können die Schüler der unteren Klassen wieder in die Schule gehen. Dennoch gelten spezielle Maßnahmen und Regeln. Kultusminister Piazolo besuchte zusammen mit Ministerpräsident Söder eine Grundschule in München.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Weitere Kinder und Jugendliche kehren an Schulen zurück

Schülerinnen und Schüler der unteren Klassen haben wieder Präsenzunterricht: Erstklässler, die fünften Klassen sowie Sechstklässler von Realschulen und Gymnasien kehren nach mehreren Wochen Pause in die Schule zurück – nach strengen Hygieneregeln.

Per Mail sharen

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler)haben sich an einer Grundschule im Münchner Stadtteil Haidhausen ein Bild von den Hygiene-Vorkehrungen gemacht. "Hände waschen, eineinhalb Meter Abstand halten": Das liest man auf einem Aufkleber gleich am Eingang der Schule. Die Lehrerinnen und Lehrer begleiten die Kinder ins Schulhaus und achten darauf, dass sie sich nicht zu nahe kommen.

Kultusminister Piazolo ist zuversichtlich, dass es gut gelingt, den Abstand zu halten. Schließlich hätten die Lehrer Erfahrung damit, wie man mit den Kleinen umgeht. Auch zwischen den Tischen in den Klassenzimmern ist ordentlich Platz. Die Kinder sitzen jeweils alleine an einem Tisch. Nicht mehr als 15 sollen in ein Klassenzimmer, deshalb sind am Montag an dieser Schule nur 50 Prozent der Kinder da, am Dienstag ist die andere Hälfte an der Reihe. Andere Schulen wechseln wöchentlich zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling.

Vielerorts wohl Platz- und Lehrermangel

Wenn nach den Pfingstferien die restlichen Schüler nach und nach zurückkehren, wird es vielerorts wohl schwierig, nicht nur, weil Räume für die geteilten Klassen knapp werden, sondern auch weil Lehrer fehlen, die zur Risikogruppe zählen.

Hier sei die Lage von Schule zu Schule unterschiedlich, sagte Kultusminister Michael Piazolo. Auffangen könnten die Schulleiter einen Mangel etwa durch eine Reduzierung der Stunden oder durch abwechselnden Schulbesuch. "Man muss ein bisschen auf Sicht fahren." Pläne, die Zahl der Lehrer aufzustocken, habe man zwar immer. Aber: "In der Kurzfristigkeit kriegen sie die Lehrer nicht", so Piazolo. Mittelfristig sei diese Herausforderung aber da. An Gymnasien und Realschulen gebe es Wartelisten, an Grund-, Mittel- und Förderschulen herrsche dagegen ein Mangel an Lehrern.

"Wir wollen kein verlorenes Schuljahr"

"Es ist sicher kein normales Schuljahr, aber wir wollen kein verlorenes Schuljahr", sagte Ministerpräsident Söder bei dem Rundgang. Umsicht und Vorsicht seien nun der oberste Maßstab. Das Ziel sei die Infektionsgefahr maximal zu reduzieren. "Andere Bundesländer haben aus unserer Sicht sehr schnell und auch etwas überstürzt begonnen. […] Wir haben uns für den etwas langsameren, aber dafür nachhaltigeren Weg entschieden“, sagte Söder.

Gerade für die Jüngsten sei der Unterrichtsbeginn wichtig, "die verlernen sonst Schule", sagte Ministerpräsident Söder.

Dritte Stufe zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts

Es ist die dritte Stufe auf dem Weg zurück zum Unterricht in der Schule. Seit Ende April sind die Schüler der Abschlussklassen wieder zurück. Dann kamen diejenigen, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen und die vierten Klassen. Alle anderen sollen dann nach den Pfingstferien, ab 15. Juni, zurück an die Schulen. In den Kitas läuft in der Regel noch die Notbetreuung.