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Bildrechte: IG Metall

Die IG Metall in Bayern setzt auch zum Ende dieser Woche die Warnstreiks im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie fort. Betroffen sind auch Niederbayern und die Oberpfalz. Besonders im Fokus: BMW.

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Weitere IG Metall-Streiks in Niederbayern und der Oberpfalz

Die IG Metall in Bayern setzt auch zum Ende dieser Woche die Warnstreiks im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie fort. Betroffen sind auch Niederbayern und die Oberpfalz. Besonders im Fokus: BMW.

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Von
  • Astrid Dachs
  • BR24 Redaktion

Beschäftigte in Niederbayern und der Oberpfalz sind erneut aufgerufen, sich an Warnstreiks der IG Metall zu beteiligen. Mit den Aktionen zum Ende der vierten Woche will die IG Metall in Bayern den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie erhöhen: Dabei nimmt die Gewerkschaft insbesondere BMW und die Autozulieferer in den Fokus. In allen bayerischen BMW-Werken werden die Spätschichten zwei Stunden früher ihre Arbeit beenden: in München, Dingolfing, Landshut, Regensburg und Wackersdorf.

Vor allem Automobilindustrie und Zulieferer betroffen

Insgesamt sind in der Oberpfalz Aktionen in sechs Orten geplant: Bei BMW in Regensburg und Wackersdorf, bei Schnellecke Logistics in Wackersdorf, bei Siemens in Regensburg und Cham sowie bei Schneider Electric in Regensburg.

In Niederbayern sind die BMW-Werke in Dingolfing und Landshut betroffen, Mann + Hummel sowie Fiege Logistik in Marklkofen, Imperial in Wallersdorf, Neovia in Niederaichbach, ZF an beiden Passauer Standorten sowie in Thyrnau, Rudolph Automotive Solutions in Wörth an der Isar und Wallersdorf sowie Kühne & Nagel in Wallersdorf, Dingolfing, Bruckberg und Niederaichbach.

Weniger fertige Autos durch Warnstreik in Dingolfing

Mit einer Aktion der Auszubildenden bei Mann + Hummel in Marklkofen wird am Freitagmittag die Warnstreikwelle in Bewegung gesetzt. Dabei steht die Übernahme der ausgebildeten Fachkräfte und die Forderung nach Tarifrechten für dual Studierende im Mittelpunkt. Ab 20 Uhr abends wird die gesamte Werksgruppe 2 der BMW Group in Dingolfing bestreikt. Wenn zwei Stunden früher die Produktion im Werk 2.4 beendet wird, fehlen dem Hersteller rund 160 Fahrzeuge, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall. Später ist dann der Standort Landshut an der Reihe: Dort wird nicht nur in der Leichtmetallgießerei in Ergolding, sondern in allen Technologien des Werk 4 der niederbayerischen Bezirkshauptstadt zwei Stunden früher Schluss gemacht, so die IG Metall.

IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn

IG-Metall-Bezirksleiter Johann Horn sagte: "Wir hoffen, die Arbeitgeber verstehen die Signale der Beschäftigten." Die IG Metall fordert für die Branche bundesweit vier Prozent mehr Lohn oder bei Betrieben in der Krise eine entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit. Die Arbeitgeber bieten bislang eine Nullrunde in diesem Jahr und noch unbezifferte Lohnerhöhungen 2022. Außerdem wollen sie bei schlechten Geschäftszahlen automatisch vom Tarifvertrag abrücken können.

In Nordrhein-Westfalen waren die Tarifparteien am Donnerstag bereits zur sechsten Verhandlungsrunde zusammengekommen. In Bayern wurden die Verhandlungen Ende Februar nach der vierten Runde vertagt.

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