BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Zahl der Corona-Infizierten steigt: Fünf neue Fälle in Bayern | BR24

© BR

Der Freistaat gab vier neue Corona-Fälle bekannt - einer aus dem Ostallgäu, einer in Mittelfranken und zwei in Oberbayern.

36
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Zahl der Corona-Infizierten steigt: Fünf neue Fälle in Bayern

In Bayern sind mittlerweile 13 Menschen am Coronavirus erkrankt. Am Montag wurden fünf neue Fälle bestätigt: Zwei der Infizierten stammen aus München, jeweils eine Person aus dem Landkreis Roth, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu.

36
Per Mail sharen

Das neuartige Coronavirus breitet sich auch in Bayern weiter aus. Am Montag meldete das Gesundheitsministerium fünf neue Infektionen mit Sars-CoV-2.

Es handle sich um zwei Fälle in München und je einen aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu, wie das Gesundheitsministerium am Montag in München mitteilte. Die Infizierten in Freising und im Ostallgäu seien Kontaktpersonen von zuvor gemeldeten Fällen. Damit gebe es seit dem vergangenen Donnerstag 13 neue bestätigte Infektionen im Freistaat.

Mitarbeiter infiziert - Standort bleibt zu

Drei neue Fälle wurden am Sonntag aus den Landkreisen Freising, Starnberg und Ostallgäu gemeldet. Das Unternehmen DMG Mori bestätigte die Coronavirus-Infektion eines Mitarbeiters am Standort Pfronten. "Wir können bestätigen, dass ein Mitarbeiter am Standort Pfronten positiv auf das Coronavirus getestet wurde", heißt es in einem offiziellen Schreiben.

Der Standort mit rund 1.600 Mitarbeitern bleibe zunächst am Montag und am Dienstag komplett geschlossen. Zu den weiteren Schritten befinde man sich "im Austausch mit den zuständigen Behörden".

36-Jähriger aus dem Allgäu in Italien angesteckt

Der 36-jährige Mitarbeiter hatte sich nach Angaben des Gesundheitsamtes des Landkreises in der Nähe einer italienischen Risikoregion aufgehalten. Nach der Rückkehr ging er am Donnerstag mit Atemwegsproblemen zu seiner Hausärztin.

Das Landratsamt Ostallgäu erklärte, der 36-jährige Mitarbeiter befinde sich auf dem Weg der Besserung. Der Mann wohne in Füssen und sei dort noch 14 Tage in häuslicher Isolation. Die Kontaktpersonen würden derzeit ermittelt.

Kita im Landkreis Freising schließt für eine Woche

In Zolling im Landkreis Freising bleibt eine Kita mindestens für eine Woche geschlossen. Eine Erzieherin ist die Frau des Corona-Infizierten aus dem Kreis Freising, wie das dortige Landratsamt bekanntgab. Der Mann hatte sich im Raum Köln angesteckt und wird im Freisinger Klinikum isoliert behandelt.

Er hatte relevanten Kontakt zu etwa 30 Personen. Ob auch die Frau, die in der letzten Woche in der Kita "Kleine Strolche" gearbeitet hatte, und ihre Kinder betroffen sind, ist noch unklar. Aufgrund der Vielzahl der Corona-Tests beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit dauere die Abklärung von Covid-19-Infektionen derzeit länger, hieß es.

Betroffen ist auch die Ehefrau eines Mannes aus Nürnberg, dessen positiver Befund am Freitag vom baden-württembergischen Sozialministerium bekanntgegeben worden war. Dieser war am Freitag im Städtischen Klinikum Karlsruhe stationär aufgenommen worden.

"Sowohl der erkrankte Mann als auch die erkrankte Frau zeigen geringe bis mäßige Krankheitssymptome", berichtete die Stadt Nürnberg.

Die Frau befindet sich im Klinikum Nürnberg auf einer Isolierstation. Ihre Kinder und ihre Mutter seien nicht infiziert, teilte die Stadt Nürnberg mit.

Drei Fälle vom Samstag

Bei den drei am Samstagnachmittag bestätigten Coronavirus-Fällen aus Oberbayern handelt es sich um Personen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

Zu dem Fall in Rosenheim teilte das dortige Landratsamt mit, die Person habe beim Skiurlaub in Südtirol Kontakt zu einer befreundeten Person gehabt, bei der zuvor der neuartige Coronavirus festgestellt worden war. Da die Person ohne Krankheitssymptome sei, könne sie in häuslicher Quarantäne bleiben.

Im Fall des Mitarbeiters des Universitätsklinikums Erlangen, dessen positiver Befund am Donnerstagabend bekannt geworden war, liegen nun weitere Testergebnisse der ermittelten Kontaktpersonen vor. Darunter befanden sich bislang keine positiven Befunde.

14 Corona-Patienten auskuriert

Damit sind bislang in Bayern insgesamt 27 positiv getestete Covid-19-Patienten registriert worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung bereits auskuriert, alle sind wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe von München.

Corona-Krisenstab tagte

Am Wochenende kam im Gesundheitsministerium in München zum ersten Mal der neu eingerichtete Coronavirus-Krisenstab Bayerns zusammen. Die Sitzung fand unter Leitung von Gesundheitsministerin Melanie Huml und von Innenminister Joachim Herrmann statt.

Der Krisenstab befasste sich unter anderem mit Großveranstaltungen. Empfohlen wird lokalen Behörden und Veranstaltern, unverzüglich die Prinzipien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für die Risikobewertung anzuwenden. "Die Folge wird sein, dass manche Großveranstaltungen wie zum Beispiel Messen abgesagt oder verschoben werden", sagte Huml nach der Sitzung. Aber der Schutz der Bevölkerung habe oberste Priorität.

Gesundheitsministerium appelliert an Italien-Rückkehrer

Das Gesundheitsministerium appellierte zudem an zurückkehrende Italien-Urlauber. Sie sollen besonders vorsichtig sein. Wer einen begründeten Verdacht auf eine Infektion habe, solle sich telefonisch an seinen Hausarzt wenden, teilte das Ministerium mit. Für weitere Informationen gibt es auf der Internetseite ein Merkblatt.

Außerdem wurde für besorgte Bürgerinnen und Bürger eine Telefon-Hotline eingerichtet: 09131 6808-5101.

Huml wehrt sich gegen SPD-Kritik

Derweil wehrte sich Ministerin Huml gegen Kritik aus der SPD-Landtagsfraktion. Die Abgeordnete Ruth Waldmann hatte der Staatsregierung vorgeworfen, die Bevölkerung nur schleppend und unzureichend über die neuen Fälle und die Folgen zu informieren.

"Manchmal ist die Bestätigung vom Labor schon da, und es dauert, die Person dazu erstmal zu benachrichtigen. Es ist natürlich wichtig, dass bevor wir was in den Medien rausgeben, derjenige selbst weiß, dass er positiv ist. Und da braucht es dann eben die ein oder andere Stunde noch, um das wirklich genau und fundiert abgeklärt zu haben." Melanie Huml, Gesundheitsministerin

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!