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Die Schraudenbachbrücke bei Werneck

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    Weiterbau der Schraudenbachbrücke angelaufen

    Nach dem Brückenunglück Mitte Juni an der A7-Autobahnbrücke bei Schraudenbach im Landkreis Schweinfurt wurde jetzt der Weiterbau gestartet. Wie die Autobahndirektion Nordbayern mitteilte, können die bereits gebauten Brückensegmente stehen bleiben.

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    Fachleute hatten in den vergangenen Monaten überprüft, ob möglicherweise auch die gesamte neuerrichtete Brückenkonstruktion mit dem eingestürzten Stück abgerissen werden muss. Sie fanden heraus, dass die neuerrichteten Betonteile weitergenutzt werden können.

    Drahtseile müssen ausgetauscht werden

    Größtes Problem für den Weiterbau an dem bereits vorhandenen Brückenüberbau war, dass die sogenannten Litzen – also die einzelnen Stränge der Drahtseile – der verankerten Spannglieder bei dem Unfall geknickt waren. Damit wurden sie für die Weiterverwendung unbrauchbar. Nun sollen die noch nicht verpressten Litzen herausgenommen und ausgewechselt werden. Dafür werden die einbetonierten Drahtseile mit Hochdruckwasserstrahlen freigelegt. Dann werden die alten Litzen herausgezogen, neue Litzen eingeschossen, fixiert und einbetoniert.

    Teil eins der neuen Schraudenbachbrücke Mitte 2017 fertig

    Die Gerüste für den Weiterbau der im Juni eingestürzten Autobahnbrücke bei Schraudenbach kommen trotz des Unglücks weiter von derselben Firma. Es lägen keine belastbaren Indizien dafür vor, dass die Gerüste des Lieferanten den Einsturz verursacht hätten, erklärte die Baufirma. Die neue südliche Autobahnbrücke soll Mitte 2017 fertig sein. Bis dahin wird der Verkehr in beide Fahrtrichtungen über die alte Nordbrücke geleitet. Wenn die Nordbrücke abgerissen und neugebaut wird, fließt der Verkehr auf der neuen Brücke. Die gesamte Brücke soll 2018 fertig sein.

    Am 15. Juni war beim Betonieren eines Brücken-Segments ein Traggerüst eingestürzt. Ein Bauarbeiter kam ums Leben, elf Arbeiter wurden schwer verletzt.