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Weiße Sonnenschirme an einem Strand (Symbolbild)

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Weiter Wirbel um Gruppenimpfung von Italienern in Bayern

Die Corona-Impfung von 100 italienischen Hotelmitarbeitern in München bleibt mysteriös. Nun behauptet ein Arzt, das Bundesgesundheitsministerium habe die Impfaktion organisiert. Berlin dementiert. Bayerns Ministerpräsident Söder will Aufklärung.

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  • BR24 Redaktion

Nach der Corona-Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland verlangt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Aufklärung. "Ich habe da große Bauchschmerzen, wenn so was stattfindet", sagte Söder am Montag in München. "Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland."

Der Anlass ist eine Kurzreise von etwa hundert Hotel-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am Münchner Flughafen gegen Covid-19 geimpft. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe wieder zurück. Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein.

Bundesregierung dementiert Organisation

Der Arzt hatte zudem in einem Interview in Italiens öffentlich-rechtlichem TV-Sender Rai 3 gesagt, die deutsche Regierung sei an der Organisation beteiligt gewesen. Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hat die Aussagen zurückgewiesen, wie der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" berichteten. Von dem Rechtsanwalt des Arztes war am Montag zunächst keine ergänzende Stellungnahme zu erhalten.

Auch eine Sprecherin des italienischen Ferien-Ressorts Forte Village dementierte die Aussagen des Mediziners. "Die deutsche Regierung hat die Impfungen unserer Angestellten nicht organisiert", sagte sie. Ein Manager des Hotels hatte zuvor in Rai 3 den Tagestrip damit gerechtfertigt, dass es wichtig gewesen sei, dass die Ferienanlage bereit sei, um Gäste sicher zu empfangen. Das Hotel habe für den Impf-Service in Deutschland bezahlt.

Herkunft der Impfdosen unklar

Söder sagte, solche Fälle dürften sich nicht häufen. Es gebe genug Menschen, die nach wie vor auf eine Impfung warten. "Das muss geklärt werden und auch mit Regeln versehen werden, dass es nicht wieder passiert", sagt Bayerns Ministerpräsident.

Unklar ist bei der Impfaktion bislang, woher die für die italienischen Hotel-Mitarbeiter verwendeten Impfdosen stammen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) untersucht nach eigenen Angaben den Fall. Der Fall liege der Geschäftsstelle für Fehlverhalten im Gesundheitswesen vor, hatte ein KVB-Sprecher erklärt.

Video: Stillstand in bayerischen Impfzentren

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Mehr als die Hälfte der Bayern haben noch keine Impfung und müssen sich in Geduld üben. Denn die Impf-Kampagne stockt, vor allem für Erstimpfungen. Das Impfzentrum im niederbayerischen Regen zum Beispiel steht seit Tagen leer.

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