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Weiter Widerstand gegen Wechselstromtrasse P43 in der Rhön | BR24

© picture-alliance/dpa

Strommasten (Symbolbild)

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    Weiter Widerstand gegen Wechselstromtrasse P43 in der Rhön

    Gegen die geplante Wechselstromtrasse P43 "Fulda-Main-Leitung" von Mecklar nach Bergrheinfeld regt sich weiter Widerstand. Auch die Bürgerinitiative "Der Gegenstrom Elfershausen" und die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgeber kritisieren die Pläne.

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    Gegen die geplante Wechselstromtrasse P43 "Fulda-Main-Leitung" von Mecklar bei Bad Hersfeld nach Bergrheinfeld im Landkreis Schweinfurt regt sich weiter Widerstand. Markus Stockmann, der Vorsitzende der Bürgerinitiative "Der Gegenstrom Elfershausen" beklagt in einer Pressemitteilung: "Die Rhön wurde von Wirtschaftsminister Aiwanger verkauft. Aber auch die Bundesregierung steht nicht zu ihren Vereinbarungen. Alles ist hinfällig: Die Entlastung des Netzverknüpfungspunktes Bergrheinfeld, sowie das Aussparen von "schützenswerten Bereichen" bei der Planung. Diese Entscheidung wirft uns vor 2014 zurück."

    Kritik aus den Reihen der Politik

    Die CSU-Bundestagsabgeordnete Anja Weisgeber (CSU) kritisiert die Planungen ebenfalls: Wörtlich schreibt in einer Pressemitteilung: "Die Einigung der Energieminister, die der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für Bayern ausverhandelt hat, bleibt – vor allem bezüglich der P43 – hinter den ursprünglichen Zusagen von 2015 zurück. Deshalb muss und wird die Region weiterkämpfen." Auch die Landräte für die Landkreise Schweinfurt und Bad Kissingen, Florian Töpper (SPD) und Thomas Bold (CSU) kritisieren die Planungen und klagen darüber, dass politische Zusagen nicht gehalten werden.

    Trassenkorridor lässt noch keine konkreten Rückschlüsse zu

    Laut einem Sprecher des Netzbetreibers Tennet ist aktuell ein Untersuchungsraum definiert, der laut dem Tennet-Sprecher für die Vorplanungen "von zentraler Bedeutung" ist. Der Untersuchungsraum erstreckt sich in Unterfranken auf einer Fläche, die im Norden etwa von Obersinn im Landkreis Main-Spessart bis in die Hochrhön westlich von Fladungen und im Süden zwischen Zellingen und Karlstadt bis in den Landkreis Haßberge zwischen Schweinfurt und Haßfurt geht. "Wir gehen davon aus, bis Herbst dann innerhalb dieses Untersuchungsraums erste Grobkorridore entwickeln zu können," heißt es von Tennet wörtlich.

    Ersatz für P44

    Die Wechselstromtrasse P43 soll definitiv gebaut werden, nachdem sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit den Landeswirtschaftsministern von Bayern, Thüringen und Hessen darauf verständigt hatte, dass die zunächst geplante Wechselstromtrasse P44 von Thüringen via Coburg und die Haßberge nach Bergrheinfeld nicht gebaut wird. Die "Fulda-Main-Leitunge" soll zwischen 2027 und 2031 gebaut werden. In Bergrheinfeld ist sie hochumstritten, weil auf der Gemarkung bereits rund 170 Strommasten stehen. Teilweise ist entlang der Luftlinie auf gut 80 Kilometer langen Strecke Erdverkabelung geplant. Aus technischen Gründen sind nach bisherige Planung auch Freileitungen vorgesehen.

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