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Mehr Weißstörche in Bayern | BR24

© BR/Günter Bachmeier

Weißstörche mit Schneefall

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    Mehr Weißstörche in Bayern

    Immer mehr Weißstörche brüten in Bayern und immer mehr Jungtiere überleben. Der Bestand der Tiere wächst seit Jahren kontinuierlich. Grund dafür ist aber nicht nur die Vermehrung, sondern auch die Bequemlichkeit der großen Vögel.

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    Mehr als 1500 Weißstorchenjunge sind heuer im Freistaat flügge geworden und seit Jahren steigt der Storch-Bestand in Bayern. Das vermeldet der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) in Hilpoltstein. "Und wir haben jedes Jahr einen neuen Rekord an Storchenpaaren", sagte Oda Wieding, Weißstorchexpertin des LBV. Nach den diesjährigen Zählungen haben über 750 Paare Nester besetzt, davon hätten über 600 von ihnen erfolgreich gebrütet.

    Dauerregen ist für Jungtiere gefährlich

    Dabei startet die Brutpflege im Frühjahr diesen Jahres unter ziemlich ungünstigen Voraussetzungen mit einer längere Regenphase Anfang Mail. Das sei eine Gefahr für Jungtiere, denn sie werden nass und kalt und bekommen weniger Futter. Statt auf Nahrungssuche zu gehen, schützen die Altstörche ihren Nachwuchs im Nest. "Bei zwei Tagen Dauerregen kann das dann kritisch werden", sagte die Weißstorchexpertin.

    Viele junge Störche verhungern

    Bis zu 60 Prozent der Jungvögel sterben im ersten Jahr, viele von ihnen verhungern. Trotzdem überleben laut Wieding insgesamt immer mehr Weißstörche. Das liegt unter anderem daran, dass viele der mit einem Rucksacksender ausgestatteten Zugvögel im Winter keinen allzu weiten Weg mehr auf sich nehmen. Statt in Afrika überwintern sie beispielsweise in Spanien. Hier finden sie ausreichend Nahrung und kürzere Strecken bedeuten weniger Gefahren.

    Tiere überwintern in Bayern

    Etwa 300 Störche pro Jahr verzichten Wieding zufolge sogar ganz auf die beschwerliche Reise gen Süden. Besonders Tiere aus Aufzucht- oder Ansiedlungsprogrammen würden nach ihrer Auswilderung oft auch im Winter in Bayern bleiben. «So ein Vogel ist nicht blöd, der merkt, dass man hier überwintern kann.» Die Zuchtvögel verleiten schließlich ihre Partner dazu, auch zu bleiben.

    Federkleid schützt vor Kälte

    Kalt wird ihnen im Freistaat dank ihres Federkleids nicht: «Die haben ihre Daunenjacke schon an», sagte Wieding. Und Nahrung würden sie notfalls auch im Goldfischteich finden.

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