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Bildrechte: BR/Thomas Gebhardt

Das ganze Jahr zitterten die fränkischen Winzer. Erst regnete es zuviel auf die Trauben, dann ging in einigen Lagen der Pilz um. Nach zwei schwachen Jahren in Folge dürfen sich die fränkischen Winzer nun freuen.

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Weinernte-Bilanz: Frankens Winzer atmen auf

Die Weinernte-Bilanz der fränkischen Winzer fällt heuer gut aus: Durchschnittlich haben sie gut ein Drittel mehr eingefahren als 2019 und 2020. Der diesjährige Wein ist laut den Winzern besonders aromatisch.

Von
Frank BreitensteinFrank Breitenstein
BR24Redaktion  BR24Redaktion

Frankens Winzer atmen auf. Nach zwei äußerst schlechten Ernten ist die Weinwelt 2021 in Franken weitgehend wieder in Ordnung. Die Menge kann sich sehen lassen. Durchschnittlich fuhren die Winzer 79 Hektoliter pro Hektar ein und damit gut ein Drittel mehr als in den Jahren 2019 und 2020. Aber auch die Qualität scheint vielversprechend. Der 2021er werde zwar kein Spitzenweingang, aber durch die Bank sehr aromatisch.

Weniger Alkohol, aber mehr Geschmack

Schon der junge Wein, der am Freitag vom Weinbauverband, der Veitshöchheimer Landesanstalt sowie der Fachberatung des Bezirks Unterfranken präsentiert wurde, zeige die Richtung an. Das Weinjahr wird insgesamt weniger Alkohol in die Flasche bringen, dafür aber mehr Geschmack und eine angenehme Säure, hieß es bei der Ernte-Bilanz in der neuen Kelterhalle der GWF in Repperndorf. Besonders Letzteres mache den 2021er Jahrgang lagerfähig, so dass er sein Potential noch entfalten kann.

Regnerischer Sommer hielt Winzer in Atem

Dass die Lese in diesem Jahr so erfreulich ausfallen würde, war lange Zeit keineswegs sicher. Denn die starken Regenmengen von Mai bis August hielten die Winzer in Atem. Im Schnitt mussten sie 20 Mal ausrücken, um den falschen Mehltau im Zaum zu halten, was auf durchnässten Böden zusätzlich problematisch wurde. Doch die Monate September und Oktober haben das Blatt gewendet und entschädigten für viele Mühen.

Das Nachsehen hatten viele Biowinzer, denen kaum geeignete Spritzmittel gegen den Pilzbefall zur Verfügung stehen. Sie traf der feuchte Sommer erneut hart und könnte sogar manchen Öko-Betrieb in seiner Existenz gefährden. Das Gros der Winzerinnen und Winzer kann jedoch auf ein erfreuliches Gesamtergebnis schauen. Ganz wie es die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer auf den Punkt brachte: "Ende gut, alles gut!"

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