Menschen in der Nürnberger Innenstadt zwischen Christkindlesmarkt und Kinderweihnacht (Archivbild)
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Gerade bei Weihnachtsgeschenken für Kinder wollen in Nürnberg nur wenige Menschen sparen.

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Weihnachtsshopping: volle Nürnberger Innenstadt, viele Geschenke

Der erste Adventssamstag gilt im Einzelhandel als wichtiger Indikator für das Weihnachtsgeschäft. Viele Geschäftsleute fragten sich, ob die Kunden nach zwei Lockdown-Jahren zurückkommen. Inzwischen hat sich die Nervosität etwas gelegt.

Über dieses Thema berichtete BR24 am .

Schon gegen Mittag herrschte dichtes Gedränge in den Einkaufsstraßen von Nürnberg. Einheimische und Touristen aus aller Welt strömten durch die Nürnberger Altstadt. Viele waren auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk. Die Geschäftsleute freute der Andrang. In einer Buchhandlung stöberten viele Kunden nach einem guten Buch, das sie zu Weihnachten verschenken wollen. Filialleiterin Sabine Janßen geht von guten Umsätzen in diesem Jahr aus. Kleinigkeiten so wie eben Bücher und Spiele seien gefragt. "Wir haben in den vergangenen Wochen schon festgestellt, dass wir ein deutlich höheres Besucher- und Kundenaufkommen haben", sagt die Buchhändlerin. "Es kamen viele, die etwa Bücherlisten dabeihatten. Ich gehe davon aus, dass wir ein positives Weihnachtsgeschäft haben werden."

Zum Artikel: "Bayerischer Handel mit erstem Adventswochenende zufrieden"

Große Sehnsucht nach Weihnachten

Die Kunden würden Krimis, Liebesgeschichten, Thriller und Romane suchen, die sie verschenken können. Auch Kinderbücher seien sehr gefragt. Wenn man sich unter den Kunden umhört, dann sagen viele, dass sie an Weihnachten, dem Fest der Liebe, nicht sparen wollen. Gerade die vergangenen zwei Jahren hätten ihnen viel abverlangt, nun wolle man Weihnachten einfach genießen und zusammen sein.

Manche sparen sich Geschenke, andere kaufen viel

Viele der Kunden in der Buchhandlung wollen so viel wie im vergangenen Jahr für Geschenke ausgeben und haben schon klare Vorstellungen davon, was die Lieben bekommen sollen: Handys, Kleidung, Elektrogeräte und sogar ein Kühlschrank werden genannt. Manche berichten aber auch davon, dass sie dieses Jahr auf große Geschenke verzichten wollen und sich schon mit Verwandten und Freunden abgestimmt haben, dass sie sich dieses Jahr nichts schenken, sondern lieber etwas Zeit miteinander verbringen wollen.

Nicht an Geschenken für Kinder sparen

Spielzeug ist ein Klassiker unterm Weihnachtsbaum. Der Andrang auch dabei groß. Das Team eines Spielzeugladens in der Nähe des Hauptmarkts ist hoch motiviert in den Adventssamstag gestartet. Die Kunden sollten zu Weihnachten glücklich gemacht werden. Zudem hoffen die Verkäufer auf ein gutes Geschäft. Inhaberin Nicole Moser-Dümpelmann hat das Gefühl, dass sich viele Menschen in diesem Jahr ganz besonders auf Weihnachten freuen. Das Lager des Ladens sei gut gefüllt, sie könnten viele Kinderwünsche erfüllen. Bei einzelnen Produkten gebe es allerdings Lieferschwierigkeiten. Wer ein ganz bestimmtes Spielzeug in einer festgelegten Farbe suche, der könne auch mal Pech haben. Nachbestellungen seien kaum noch möglich. Bei der Auswahl der Geschenke ist also etwas Flexibilität gefragt. Spürbar sei, dass wieder viele Touristen aus aller Welt in der Stadt unterwegs sind. Gerade US-Amerikaner sind wieder da, erzählt die Inhaberin. Die seien besonders begeistert von europäischem Spielzeug und von Weihnachtskrippen. Viele der Touristen würden ganze Krippen kaufen und sich in die USA schicken lassen.

Holzspielzeug im Preis gestiegen

Die Kunden müssten sich gerade bei Holzspielzeug auf gestiegene Preise einstellen. Im Vergleich zum Vorjahr seien im Einkauf die Preise um bis zu zehn Prozent nach oben geklettert. "Holzautos, Krippenfiguren oder kleine Holzgreiflinge für Babys sind zum Beispiel davon betroffen", sagt Moser-Dümpelmann. Allerdings, so der Eindruck der Ladeninhaberin, schrecke das die Kunden nicht ab. Die seien in Kauflaune.

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