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Viele Weihnachtsmärkte wurden für den kommenden Winter bereits abgesagt. Einige sollen aber stattfinden – mit Hygienekonzept. Das sind die Knackpunkte, die dabei entscheidend sein dürften, ob ein Weihnachtsmarkt Corona-konform stattfinden kann.

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Weihnachtsmärkte trotz Corona: Welche Knackpunkte es gibt

Viele Weihnachtsmärkte wurden für den kommenden Winter bereits abgesagt. Einige sollen aber stattfinden – mit Hygienekonzept. Das sind die Knackpunkte, die dabei entscheidend sein dürften, ob ein Weihnachtsmarkt Corona-konform stattfinden kann.

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Bei den Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten wurde heute noch nicht darüber entschieden, ob Weihnachtsmärkte grundsätzlich zugelassen oder verboten werden. Das könne man später entscheiden, sagte Merkel dazu nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur.

Veranstalter: Kein Unterschied zu einer Fußgängerzone in der Stadt

Für die Veranstalter bedeutet das, dass sie weiter nicht mit Gewissheit planen können, aber auch weiter hoffen dürfen. Peter Kittel, Veranstalter des Romantischen Weihnachtsmarkts in Regensburg, geht zum Beispiel fest davon aus, dass sein Markt stattfinden wird. Die Märkte fielen in eine andere Kategorie als andere Großveranstaltungen, schätzt Kittel die Situation ein. Er könne bei vielen Weihnachtsmärkten beispielsweise keinen Unterschied zu einer Fußgängerzone in einer Stadt sehen - und die werde auch nicht gesperrt.

Gegebenheiten vor Ort sind entscheidend

Um die Weihnachts- und Christkindlmärkte so zu gestalten, dass ein möglichst geringes Infektionsrisiko besteht, gibt es aber ein paar Knackpunkte. Manche Gegebenheiten vor Ort bei den jeweiligen Märkten können diese einfacher erfüllen, für andere ist dagegen schwieriger.

Erster Knackpunkt: Die Fläche des Weihnachtsmarkts

Die Marktfläche wird wohl groß genug sein müssen, dass Stände entzerrter aufgebaut werden können als in den Vorjahren. Als Alternative kommen weniger Stände in Frage, wie es einige Märkte auch bereits angekündigt haben. Außerdem muss die Fläche ausreichen, dass die Besucherinnen und Besucher untereinander Abstand halten können.

Zweiter Knackpunkt: Der Zugang

Damit verbunden ist der zweite Knackpunkt, ob beim Weihnachtsmarkt der Zugang kontrolliert werden kann. Zum einen, damit nicht zu viele Besucher gleichzeitig da sind, zum anderen, um im Falle einer Infektion eine Rückverfolgung gewährleisten zu können. Peter Kittel, der Weihnachtsmarkt-Veranstalter aus Regensburg, will deshalb unter anderem mit personalisierten Online-Tickets arbeiten. Weihnachtsmärkte, die eine Begrenzung durch eine Mauer haben oder eingezäunt werden können, haben einen Vorteil bei der Zugangskontrolle. Beim Christkindlmarkt in München in der Fußgängerzone wäre das beispielsweise schwieriger. Die Stadt arbeitet gerade an einem Konzept.

Dritter Knackpunkt: Eigenverantwortung der Besucherinnen und Besucher

Der dritte Knackpunkt ist dann die Eigenverantwortung der Besucherinnen und Besucher, die das Hygienekonzept des jeweiligen Marktes mittragen müssen.

Testlauf "Sommer in der Stadt" mit positivem Zwischenfazit

Unter anderem als Testlauf für die Weihnachtsmärkte waren dezentrale Volksfeste wie zum Beispiel die "Nürnberger Sommertage" und der "Sommer in der Stadt" in München gedacht. Diese Testläufe haben bislang gut funktioniert, die Stadt München zog heute eine positive Zwischenbilanz: Der "Sommer in der Stadt" habe gezeigt, dass Kultur, Volksfestflair und geselliges Beisammensein auch trotz Corona gut möglich seien.

Schausteller sind dankbar

Auch die Schausteller sind bislang mehr als zufrieden: Robert Eckl, Vizepräsident des Bayerischen Verbands für Marktkaufleute und Schausteller, sieht den "Sommer in der Stadt" als großen Erfolg. Er sei der Stadt richtig dankbar dafür, dass es diese Möglichkeit für die Schausteller gebe. Auch weil sie gezeigt habe, dass es ähnlich bei den Christkindlmärkten funktionieren könnte.

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