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Weihnachtsmärkte in Schwaben – Es besteht noch Hoffnung | BR24

© (c) dpa

Der Augsburger Rathausplatz im Jahr 2015. Die Stadt will heuer einen dezentralen Weihnachtsmarkt.

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Weihnachtsmärkte in Schwaben – Es besteht noch Hoffnung

Ministerpräsident Markus Söder hat die Vorfreude auf eine Vorweihnachtszeit wie bisher schon gedämpft. Noch ist nicht klar, ob und wo es Weihnachtsmärkte geben kann. Doch nicht alle schwäbischen Kommunen haben ihre Planungen schon aufgegeben.

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Wenn es überhaupt einen Weihnachtsmarkt geben sollte, dann nur in veränderter Form – mit diesen Worten hat Ministerpräsident Markus Söder die Hoffnung vieler auf eine normale Vorweihnachtszeit geschmälert. Alles hänge davon ab, wie sich die Corona-Zahlen entwickeln. Viele Städte und Gemeinden in Schwaben haben ihre Weihnachtsmärkte schon abgesagt.

Bad Hindelang, Friedberg und Lindau haben Weihnachtsmärkte abgesagt

Bad Hindelang, Pfronten, Affing und Friedberg gehören dazu. Auch die Märkte im Kloster Oberschönenfeld und am Lindauer Hafen wurden bereits abgesagt. Das Dominikus-Ringeisen-Werk, eine kirchliche Stiftung, die Menschen mit Behinderung begleitet, hat seine Planungen für die Weihnachtsmärkte in Pfaffenhausen, Ursberg, Kloster Holzen und Maria Bildhausen sogar schon im Juli ad acta gelegt.

Nördlingen testet spezielles Konzept beim Herbstmarkt

Doch ein paar Städte wollen noch nicht aufgeben und planen nach wie vor ihre Adventsmärkte, wenn auch in veränderter Form. Eine davon ist Nördlingen. Dort wird mit einem speziellen Konzept geplant, das am Wochenende schon mal beim Herbstmarkt ausprobiert werden soll.

Weihnachtsmarkt-Test: Maskenpflicht und Einbahnstraßen-Prinzip

Dann gilt auf dem ganzen Markt Maskenpflicht. Außerdem gilt ein Einbahnstraßen-Prinzip: Alle Besucher des Marktes sollen sich im Uhrzeigersinn durch die beiden Fußgängerzonen bewegen. Die beiden Zonen bilden zwischen Rathaus und Schranne einen Ring – ein Sicherheitsdienst wird kontrollieren, dass darin alle in der richtigen Richtung unterwegs sind.

© BR

In gut zwei Monaten ist Weihnachten. Die Corona-Fallzahlen steigen, soll man die Weihnachtsmärkte verbieten? Eine Umfrage.

Glühweinstände als besonderes Problem

Beim Weihnachtsmarkt könnte es noch eine weitere Regel geben, speziell für Glühweinstände. Die sind nach Meinung von Oberbürgermeister David Wittner ein spezielles Problem, weil sich die Menschen dort auf engem Raum drängen.

Derzeit überlegt die Stadt deshalb, ob der Baubetriebshof spezielle Stehtische für die Stände baut. Glühwein gäbe es dann nur, wenn man einen Platz an einem der Stehtische hat. Ob und wie sich sowas kontrollieren lässt, wird aber derzeit noch diskutiert.

Füssen plant Weihnachtsmarkt im Klosterinnenhof

Auch in Füssen plant die Stadt derzeit noch einen Adventsmarkt und hat dabei einen Vorteil: Der Markt findet traditionell im Innenhof des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang statt. Für die Stadt macht es das leichter, denn es gibt nur einen Eingang zu diesem Hof und dadurch kann auch überwacht werden, wie viele Menschen auf dem Weihnachtsmarkt sind.

Fiebermessen und Kontaktdaten hinterlassen

Normalerweise dürften sich rund 600 Menschen in diesem Innenhof aufhalten. Beim Adventsmarkt sollen es gerade mal 250 sein. Am Eingang wird es außerdem verschiedene Hygienemaßnahmen geben: Laut Sabine Riegger von Füssen Tourismus, wird Fieber gemessen und die Besucher müssen per App ihre Kontaktdaten hinterlassen. Die Stadt Füssen fühlt sich vorbereitet – allerdings steht und fällt auch hier alles mit den Corona-Zahlen.

Augsburg will einen dezentralen Weihnachtsmarkt

Gleiches gilt für die Stadt Augsburg. Auch hier will man die Planungen für den Weihnachtsmarkt noch nicht beerdigen. Derzeit sehen die Planungen deutlich weniger Stände vor als in den vorherigen Jahren. Außerdem werden die Stände über die ganze Stadt verteilt und nicht alle zentral rund um den Rathausplatz stehen.

Stadt Augsburg: "Infektionsschutz im Freien besser möglich"

Der Augsburger Ordnungsreferent Frank Pintsch hält es auch weiterhin für sinnvoll, mit einem Weihnachtsmarkt zu planen, obwohl Augsburg derzeit über dem Inzidenz-Wert von 50 liegt. Die Stadt wolle den Bürgern ein Angebot machen, um sich im Freien zu treffen, denn im Freien sei Infektionsschutz immer noch besser möglich, als in geschlossenen Räumen.

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