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Weihnachtsmärkte in Bayern: So finden sie statt | BR24

© Armin Weigel/picture alliance / dpa

So sieht der Weihnachtsmarkt am Neupfarrplatz in Regensburg normalerweise aus. In diesem Jahr findet er an mehreren Orten statt.

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Weihnachtsmärkte in Bayern: So finden sie statt

In Corona-Zeiten mussten etliche Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Aber es gibt in ganz Bayern schöne Alternativen - von Roding bis Regensburg. Und das Nürnberger Christkind wird seinen Prolog 2020 erstmals über das Internet in die Welt senden.

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Die Gesundheit geht vor, natürlich auch in der Weihnachtszeit. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen sind fast alle bayerischen Christkindlmärkte und Adventsbazare abgesagt worden. Aber es gibt auch coronakonforme Weihnachts-Events in Bayern.

Denn obwohl die traditionellen Weihnachtsmärkte in diesem Jahr coronabedingt ausfallen müssen, gibt es bayernweit diverse Möglichkeiten, um in Adventsstimmung zu kommen. Ob in der Großstadt oder einer kleinen Gemeinde: Die Veranstalter locken mit kreativen, coronakonformen Alternativen.

Regensburg: Christkindlmarkt findet an mehreren Plätzen statt

Absagen - oder unter Auflagen doch stattfinden lassen? Die Stadt Regensburg hat entschieden, den Christkindlmarkt trotz Corona-Pandemie durchzuführen. Und zwar in dezentraler Form: Die Marktstände werden nicht nur am Neupfarrplatz stehen, sondern erstmals auch am Kassiansplatz, Domplatz, in der Thundorfer Straße und vor dem Haus der Bayerischen Geschichte. So können sich die Besucher verteilen, Ansammlungen können vermieden werden. Auf dem gesamten Areal herrscht Maskenpflicht.

Würzburg: Dezentrales Christkindlmarkt-Konzept

Auch die Stadt Würzburg setzt auf Entzerrung: Die Marktverkäufer stellen ihre Stände in großen Abständen auf. Speisen werden nur zum Mitnehmen verkauft, Getränke werden nicht angeboten. Dann gibt es noch eine Überraschung: Das traditionelle öffentliche "Würzburger Weihnachtssingen" findet auch heuer statt, aber in digitaler Form. Am Abend des 20. Dezembers sind die Bürger zum Mitsingen von Zuhause aus eingeladen: über TV Mainfranken und die Homepage der Stadt Würzburg.

Landshut: Drive-In-Christkindlmarkt

Besondere Zeiten brauchen besondere Ideen: Der Gastronom Patrick Schmidt hat in Landshut einen Drive-in-Christkindlmarkt eröffnet. Mit über hundert Christbäumen, Tausenden Lichtern und Schnee-Kanonen hat er seinen Biergarten in eine Winter-Landschaft umgewandelt. Seine Intention: "Wir wollen hier Emotionen verkaufen, man muss Weihnachten sehen, fühlen, schmecken können!" Bratwurst, Maroni und Glühwein gibt es zum Mitnehmen. Die ersten Besucher sind begeistert.

Fürholzen: Weihnachtsplatzerl-Lieferservice

Für ihre Stammkunden backen die Frauen vom "Bürgerform Fürholzen" in Oberbayern auch dieses Jahr auf Hochtouren. Sie verkaufen zwar nicht am Christkindlmarkt in Neufahrn, der fällt aus, aber sie bieten einen Liefer-Service an: Nach telefonischer Vereinbarung kommen die Plätzchen bis an die Haustür. Eine Tüte gemischter "Weihnachtslatzerl" der Fürholzer Bäcker kostet 5,50 Euro. Mit dem Erlös finanziert der Bürgerverein zum Beispiel Ruhebänke und pflegt Spazierwege rund um Fürholzen.

Roding: Adventskränze aus dem Bauwagen

In Roding in der Oberpfalz sorgt Frieda Pusl für Weihnachtsstimmung: Die 61-Jährige verkauft selbstgefertigte Kränze und Gestecke, ihr Standort ist ein alter Bauwagen. Ihre Beobachtung: "Viele Leute halten einen kleinen Schwatz mit mir. Das tut ihnen gut, und mir auch." Kränze binden ist eigentlich nur ihr Hobby, gemeinsam mit ihrer Tochter Ramona macht sie das gerade von morgens bis nachts; so groß ist die Nachfrage.

Gunzenhausen: Kinder basteln Baum-Schmuck

Krippen- und Kindergarten-Kinder in Gunzenhausen, Mittelfranken, basteln Christbaum-Schmuck für Läden. Die Idee: Geschäftsinhaber stellen Christbäume auf, die mit selbstgebastelter Deko geschmückt werden. Vor Weihnachten werden die Bäume zugunsten der Einrichtungen versteigert. Erzieherin Evelin Deuter, Kita St. Michael, Gunzenhausen: "Die Kinder haben Baumscheiben beklebt als Nikolausgesichter, die Krippenkinder haben kleine Sterne gestaltet." Coronabedingt verzichten heuer auch die Kitas auf Bazare und Weihnachtsveranstaltungen- aber Basteln macht den Kindern trotzdem Spaß, ein Stück Normalität.

Donauwörth: Lichtpark mit illuminierten Schneemännern

Ein Weihnachtsmarkt findet heuer im schwäbischen Donauwörth nicht statt. Dafür hat die Stadt die Weihnachtsbeleuchtung ausgeweitet, ab dem 27. November gibt es in der Promenade und bis zum alten Donauhafen Lichtinstallationen mit illuminierten Schneemännern etc. Die Bäume entlang der Promenade werden zum glitzernden Winterwald, der alte Donauhafen wird passend zum fließenden Wasser blau illuminiert. Die 150 Girlanden sind zusammen mehr als sieben Kilometer lang.

Augsburg, Nürnberg, München: Christkindlmärkte fallen aus

Lange hat die Stadt Nürnberg an einem Corona-Konzept für ihren Christkindlesmarkt gearbeitet, mit breiteren Gassen und Maskenpflicht. "Dennoch können wir eine zusätzliche Ansammlung von vielen Tausend Menschen in der Innenstadt nicht verantworten", bedauert Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König. Der Markt ist abgesagt. Das berühmte "Nürnberger Christkind" wird seinen Prolog heuer erstmals an einem geheimen Ort halten, mit Livestream via Internet.

Auch der Weihnachtsmarkt auf dem Augsburger Rathausplatz fällt aus, die Marktverkäufer bieten aber einen Internetversand an, die Adressen stehen auf der Augsburger Christkindlesmarkt-Seite. Ebenso sind in München alle städtischen Weihnachtsmärkte abgesagt worden. "Die Kontaktbeschränkung muss nun oberste Priorität haben", erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter.

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© BR

Advent ohne Christkindl- und Weihnachtsmärkte - klingt ziemlich traurig. Wegen Corona fallen die traditionellen Märkte aus. Aber es gibt corona-konforme Alternativen in Bayern.