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Weihnachtsbotschaft von Bambergs Erzbischof Ludwig Schick | BR24

© picture alliance/dpa, Timm Schamberger

Der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick

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    Weihnachtsbotschaft von Bambergs Erzbischof Ludwig Schick

    Für den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ist das Kind in der Krippe ein Aufruf, sich um Kinder zu kümmern und ein Protest gegen jede Vernachlässigung von Kindern.

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    In seiner Weihnachtspredigt bedenkt Erzbischof Ludwig Schick vor allem Kinder, denen es nicht gut geht. Vor allem sind das die 4.000 Flüchtlingskinder, die sich derzeit unter schlimmsten Verhältnissen in Griechenland aufhalten, aber auch tausende weitere Flüchtlingskinder in der ganzen Welt.

    "Nur zu sagen, weil andere nichts tun, tun wir auch nichts, ist nicht bethlehemkonform. Es entspricht nicht der Botschaft der Weihnacht, die das Kind in die Mitte stellt und allen Kindern eine gute Zukunft schenken will", Erzbischof Ludwig Schick

    Schick nannte auch die vielen Kinder in Syrien und im Irak, die seit ihrer Geburt nichts anderes als Krieg erlebt hätten und viele Tage und Nächte in Angst vor Bomben in Kellern verbringen müssten. Auch für die Kinder, die von den Islamistengruppen Boko Haram und Al Nusra in der Sahelzone und anderen Gebieten Afrikas entführt und missbraucht werden fand Schick Worte, genauso wie für Millionen Kinder, die weltweit hungern und zur Arbeit wie Erwachsene gezwungen werden, anstatt in die Schule zu gehen.

    "Weihnachten mit dem Kind in der Mitte kann man nur ehrlichen Herzens feiern, wenn man sich um die Kinder kümmert und sorgt. Ich bitte darum, dass die Weihnachtsbotschaft uns alle anrührt und wir uns vom Kind in der Krippe inspirieren lassen, unsere Kinder zu lieben und für sie da zu sein“, Erzbischof Ludwig Schick

    Schick rief zur Achtsamkeit im eigenen Umfeld auf, damit schnell entdeckt werde, wenn es Kindern nicht gut gehe oder sie schlecht behandelt werden. Zugleich appellierte er an die Politiker, Gesetzgeber und alle Verantwortungsträger, Kindern bei uns und in anderen Ländern mit allen Möglichkeiten und durch Entwicklungshilfe und entsprechende Politik beizustehen, sie vor Schaden zu bewahren und ihnen Zukunft zu ermöglichen.