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Weihnachten wird in Bayern wohl verregnet statt weiß | BR24

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Noch immer gibt es einige, die hartnäckig an weiße Weihnachten glauben- und führen dafür ihre Kindheitserinnerungen als Beweis an. Doch tatsächlich ist das ein Mythos, der wohl vor allem im frühen Tourismus begründet liegt.

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Weihnachten wird in Bayern wohl verregnet statt weiß

Same procedure as every year: Heiligabend steht vor der Türe und alles hofft auf eine romantische weiße Weihnacht mit Pulverschnee und Eisblumen. Doch leider wird es auch in diesem Jahr wohl nichts damit - stattdessen steht uns Dauerregen ins Haus.

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Ein kleines, aber für uns sehr wetterwirksames Tief namens "Tete" überquert in der Nacht auf Heiligabend Bayern. Es bestimmt am Tage vor allem noch den Süden, aber auch im Norden wird es nicht freundlicher.

Vielerorts Regen statt Schnee

Das Tief bringt zunächst weiterhin milde Luft zu uns, im Laufe des Tages sickert allmählich kühlere Nordseeluft ein. So bestimmt ein wolkenverhangener Himmel unser Wetter. In der Nacht auf Heiligabend kommt es im ganzen Land zu länger anhaltenden Regenfällen mit zweistelligen Regenmengen. Die reichen von zehn Litern pro Quadratmeter in Oberfranken bis zu extremen 30 bis 45 Litern pro Quadratmeter vom höheren Alpenvorland an bis zu den Alpen.

An Heiligabend regnet es anfangs in Nord- und Ostbayern noch etwas, nachmittags und abends wird es dann trocken. Südlich der Donau hingegen gibt es noch Dauerregen mit 7 bis 30 Litern pro Quadratmeter, der sich bis zum Nachmittag in die Alpen zurückzieht, zugleich geht der Regen gegen Ende bis 700 bis 600 Metern herab in Schnee über.

Nur in den Alpen schneit es vielleicht

Mittelgebirge: In den Kammlagen der Rhön, des Fichtelgebirges und des Bayerischen Waldes 10 Zentimeter (Rhön) bis 20 Zentimeter (Bayerischer Wald) Neuschnee. Zur Bescherung fällt kein Schnee mehr.

Alpen oberhalb 1.800 bis 2.000 Meter: 70 bis 100 Zentimeter Neuschnee. Wahrscheinlich erhebliche Lawinengefahr.

Unterhalb 1.800 bis 2.000 Meter: Erst großes Tauwetter mit Regen, dann ab dem Vormittag mehr und mehr bis in die Täler herab Schnee. Zur Bescherung fällt hier und dort noch etwas Schnee.

Südbayerisches Flachland bis Alpenrand: Erst Dauerregen, am Nachmittag zunehmend trocken. Zur Bescherung also trocken. Durch die enormen Regenmengen (in 36 Stunden geht etwa die Hälfte des normalen Gesamtniederschlags eines Dezembers runter) muss mit lokalen Überschwemmungen und auch mit Flusshochwasser gerechnet werden - zumal von den Alpen her noch die Taufluten draufsatteln.

Ob die großen Flüsse auch Hochwasser führen werden, ist noch unsicher. Eventuell geht es hier glimpflich vorüber, da diese durch die lange, bis zum Herbst dauernde Trockenheit noch aufnahmefähig sind.