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Weihnachten vor Libyen: Sea-Eye entsendet "Professor" | BR24

© Alexander Draheim/sea-eye.org

Die "Professor Albrecht Penck" startet ihren Weg nach Libyen von Algeciras (Spanien) aus.

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    Weihnachten vor Libyen: Sea-Eye entsendet "Professor"

    Als erstes Schiff unter Bundesflagge ist das Forschungsschiff "Professor Albrecht Penck" von der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye auf dem Weg nach Libyen. Am Abend des 25. Dezember wird es dort mit einer 18-köpfigen Crew ankommen.

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    Die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hat das deutsche Forschungsschiff "Professor Albrecht Penck" am Abend in seinen ersten Einsatz vor die libyschen Küsten entsandt. Es ist somit das erste Schiff einer zivilen Hilfsorganisation mit der Bundesflagge. Vor dem Auslaufen wurde es von den spanischen Behörden überprüft.

    "Unser Schiff ist korrekt registriert und beflaggt. Restriktionen gegen die Professor Albrecht Penck würden einmal mehr beweisen, dass alle Angriffe auf NGO's ausschließlich politisch motiviert sind und jeder rechtlichen Grundlage entbehren." Gorden Isler, Sprecher Sea-Eye e.V.

    18 Crewmitglieder aus sechs Nationen

    Am Abend des 25. Dezember wird die "Albrecht" nach Angaben von Sea-Eye voraussichtlich das Einsatzgebiet vor Libyen erreichen. 18 Crewmitglieder aus sechs Nationen, darunter Österreich, Deutschland, Norwegen, Ghana, der Ukraine und Russland, werden die kommenden zwei Wochen vor Libyen verbringen. Dort wird sich die "Professor" den anderen NGO Schiffen "Sea-Watch 3" und "Open Arms" anschließen, um vor den Küsten Libyens Wache zu halten und zu helfen. Im neuen Jahr wird die "Professor" dann nach Valletta fahren, um dort den maltesischen Stützpunkt von Sea-Eye anzulaufen.

    Nicht genügend Seeleute aus eigener Kraft gefunden

    Wie Sea-Eye bekannt gibt, hätten sie es nicht aus eigener Kraft geschafft, genügend Seeleute über Weihnachten für die erste Mission zu finden. "Ohne die Hilfe von Christoph Hempel, dem Eigner der Aquarius, wäre die Mission nicht zustande gekommen", heißt es von Sea-Eye. Das Flüchtlingsrettungsschiff "Aquarius" wird gemeinsam von Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée betrieben. Christoph Hempel ist der Eigner des Schiffes.

    Über 60 Missionen von Sea-Eye

    Der Verein Sea-Eye e.V. wurde 2015 in Regensburg gegründet. Mit den umgerüsteten Fischkuttern "Sea-Eye" und "Seefuchs" beteiligten sich nach Angaben von Sea-Eye mehr als 800 ehrenamtliche Rettungskräfte in über 60 Missionen unter niederländischer Flagge an der Rettung von 14.378 Menschen. Im Sommer 2018 entschied die Vereinsführung zwei neue Schiffe unter deutscher Flagge in den Einsatz zu senden: die "Bavaria One" und die "Professor Albrecht Penck".

    Den Schiffen "Sea-Eye" und "Seefuchs" wurde der Schutzstatus entzogen - sie durften nicht mehr unter niederländischer Flagge segeln, wie das niederländische Verkehrsministerium vor einigen Monaten verkündete.