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Weihnachten naht: Spielwarenbranche auf der Überholspur | BR24

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Noch 21 Tage bis Heiligabend. Die Wunschzettel sind schon geschrieben - und die Spielzeug-Branche erhofft sich ordentlich Umsatz in der Vorweihnachtszeit.

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Weihnachten naht: Spielwarenbranche auf der Überholspur

Die Spielwarenbranche sieht sich auf der Überholspur und rechnet mit einem guten Weihnachtsgeschäft. In Sachen Spielzeug hinterlässt mittlerweile auch die Klima-Aktivistin Greta Thunberg ihre Spuren.

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Im Hinblick auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft ist die Spielwarenbranche optimistisch. Das hat der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) heute in Nürnberg bekannt gegeben. Die Branche sehe sich sogar auf der Überholspur, erklärte DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die im Verband organisierten Spielwarenhersteller eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 5,6 Prozent. Auch für das kommende Jahr rechnet die Branche mit einer Umsatzsteigerung.

"Das sieht richtig gut aus im Moment." Ulrich Brobeil Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie

Auch die Kauflaune der Verbraucher komme den Spielwarenherstellern zugute. Am Kind werde zuletzt gespart, so der Verbandsgeschäftsführer. Zum einen beflügelten Lizenzwaren wie die zu den Filmen "Frozen II" und "Star Wars" den Umsatz, zum anderen auch klassische Waren wie Gesellschaftsspiele. Laut Brobeil sind diese unter dem Titel "German Games" ein wichtiger Exportschlager.

"Greta-Thunberg-Effekt"

Die Branche würde sich zunehmend mit dem sogenannten "Greta-Thunberg-Effekt" beschäftigen. Das heißt, dass sich die Hersteller zunehmend mit plastikfreien Verpackungsalternativen oder umweltverträglichen Materialen auseinandersetzen.

Handel rechnet ebenfalls mit Plus

Auch der Spielwarenhandel blickt optimistisch in die Zukunft und erwartet für das Weihnachtsgeschäft ein kräftiges Plus. Der Spielwarenhandel mache vierzig Prozent seines Jahresgeschäftes in der Vorweihnachtszeit, also im November und Dezember, so Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS). Auch im Dezember erwartet er einen guten Umsatz.

"Weihnachten fällt ja auf einen Dienstag, das heißt, am Montag davor und am Weihnachtsdienstag wird es in den Geschäften noch einmal richtig rund gehen." Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels

Der Spielwaren-Einzelhandels-Verband geht von einem Umsatzplus von drei Prozent am Ende des Jahres aus. Damit hätten die Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr 3,4 Milliarden Euro für Spielzeug ausgeben. Als Grund für den Zuwachs nannte Kahnt steigende Einkommen und den anhaltenden Babyboom in Deutschland.

100 Händler geben jedes Jahr auf

Der Handel beschäftigt sich weiterhin mit dem Thema Vertriebswege: Zunehmend machten Discounter mit ihrem Verkauf von Spielwaren den anderen Vertriebsarten Konkurrenz, hieß es auf der Pressekonferenz in Nürnberg. Die Zahl der klassischen Spielwarenhändler gehe weiterhin zurück, sagte Kahnt. Pro Jahr würden etwa 100 Händler ihr Geschäft aufgeben.