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Tomotherapiegerät für die Behandlung krebskranker Patienten (Symbolfoto).

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    Weidener Forscher: Bessere Strahlentherapie bei Krebs

    Die Bekämpfung von Krebserkrankungen steht vor einem großen Durchbruch: Dank modernster Technik können Strahlentherapien schneller, effizienter und schonender werden. Bei der Entwicklung vorne mit dabei sind Forscher der OTH Amberg-Weiden.

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    Von
    • Margit Ringer
    • BR24 Redaktion

    Forscher der OTH in Weiden wollen die Strahlentherapie bei Krebserkrankungen verbessern. Dabei stehen sie offenbar kurz vor einem großen Durchbruch die Strahlentherapie schneller, effizienter und schonender zu machen.

    "Die aktuell im frühen Forschungsstadium befindlichen Ansätze haben das Potential, den Markt zu revolutionieren." Prof. Dr. Ralf Ringler, Medizintechnikprofessor an der OTH Weiden-Amberg

    Strahlen erreichen punktgenau Tumore

    Konkret geht es um die Weiterentwicklung von Multi-Leaf-Kollimatoren (MLC), die in Zusammenarbeit mit der Firma LAP Süd in Schwarzenbruck bei Nürnberg erfolgt. Mit diesen Geräten können die Strahlen die Tumore und Metastasen möglichst punktgenau erreichen. Das Gewebe rund um die Tumore oder Metastasen wird damit so wenig wie möglich bestrahlt und geschont.

    Mit den Forschungen in Weiden soll die Antriebs- und Messtechnologie der Lamellen beschleunigt und verbessert werden. Diese Lamellen passen die Strahlung optimal an die Tumorform an. Damit kann aus vielen Winkeln bestrahlt werden, heißt es in einer Mitteilung der OTH, sodass Nebenwirkungen reduziert werden.

    Wirtschaftsministerium fördert Projekt

    Die Weidener Forscher testen Prototypen der Geräte und entwickeln neue Messverfahren zur Sensorik und Steuerung. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert dieses Forschungsprojekt mit 800.000 Euro, 111.900 Euro entfallen dabei auf die OTH Amberg-Weiden.

    Langfristig könnten Krebspatienten mit den Geräten bequemer, sicherer und mit besseren Heilungschancen behandelt werden, so der Geschäftsführer von LAP Süd.

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    Bildrechte: OTH Amberg-Weiden

    Prof. Dr. Ralf Ringler forscht an Multi-Leaf-Kollimatoren (MLCs)

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