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Studierende der Uni Erlangen-Nürnberg sorgen sich um die Qualität der Lehre

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    Wegfall von Stellen: Studierende sorgen sich um Lehre

    Studierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg fürchten um die Qualität der Lehre. Mehrere Stellen sollen ersatzlos wegfallen.

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    Von
    • Tanja Oppelt
    • Jonas Miller

    Die Studierendenvertretung der Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sorgt sich um die Qualität der Lehre an ihrer Uni. Sie haben auf der Online-Plattform "Open Petition" eine Petition gestartet, um auf ihre Befürchtungen aufmerksam zu machen.

    Die Studierendenvertretung der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg startete eine ähnliche Petition. Nach Angaben der Studierenden droht aktuell, dass viele studentische Stellen und Sachmittel ersatzlos wegfallen, da eine Förderung des Bundesforschungsministeriums ausläuft.

    Ungleichgewicht zwischen Forschung und Lehre?

    Die Universität Erlangen-Nürnberg habe aber schon 2011 versprochen, dass die Maßnahmen nach Förderungsende weitergeführt würden, so die Erlanger Studierenden. Derzeit erwäge die Universität, einzelne Stellen aus Studienzuschüssen zu finanzieren.

    Da diese Studienzuschüsse laut Studierendenvertretern aber für gezielte Verbesserungen wie den WLan-Ausbau und nicht für Stellen gedacht sind, führe das zu keiner Verbesserung der Lehre. Die Studierenden befürchten "ein enormes Ungleichgewicht zwischen Lehre und Forschung". Ihren Angaben zufolge werden zwar wichtige Professuren geschaffen und finanziert, die Lehre aber vernachlässigt.

    Universitätsleitung: Sorgen unbegründet

    Die Friedrich-Alexander-Universität hält die Sorgen der Studierenden für unberechtigt. In einer Stellungnahme verwies eine Sprecherin darauf, dass die Universität jährlich 22,3 Millionen Euro Zuschüsse vom Freistaat Bayern bekomme, die ausschließlich zur Verbesserung der Studienbedingungen eingesetzt würden.

    Die Sprecherin bestätigte allerdings auch, dass durch das Auslaufen der Bundesmittel das Äquivalent von 13 Vollzeitstellen weg fällt. Nachteile für die Lehre sieht man bei der Universitätsleitung nicht. Bei der Berufung von Professorinnen und Professoren achte die Universität sehr darauf, dass diese sich für eine gute Lehre engagieren, heißt es in der Mitteilung.

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