BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Veronika Meier
Bildrechte: BR/Rudolf Heinz

Aufgrund eines Vogelgrippe-Falls sollen in einem Agrarbetrieb in Nittenau rund 50.000 Tiere gekeult werden. Es handelt sich dabei um Zuchtgeflügel. Seit Donnerstag gilt zudem eine Stallpflicht in Risikogebieten.

5
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Wegen Vogelgrippe: Keulung von rund 50.000 Tieren in Nittenau

Aufgrund eines Vogelgrippe-Falls sollen ab heute in einem Agrarbetrieb in Nittenau rund 50.000 Tiere gekeult werden. Es handelt sich dabei um Zuchtgeflügel. Seit Donnerstag gilt zudem eine Stallpflicht in Risikogebieten.

5
Per Mail sharen
Von
  • Veronika Meier
  • BR24 Redaktion

Bereits am Mittwoch ist die Vogelgrippe in dem betroffenen Betrieb in Stadl bei Nittenau festgestellt worden. Das bestätigte ein Sprecher der Firma "Wimex Agrarprodukte Import und Export GmbH" gegenüber dem BR. Weil es sich dabei um eine sogenannte "anzeigepflichtige Tierseuche" handele, müssen die etwa 50.000 Hühner nun getötet werden.

Großeinsatz mit Polizei und Technischem Hilfswerk

Bei den Tieren handelt es sich um Zuchtgeflügel. Der gesamte Bestand der Firma am Standort Stadl ist betroffen. Die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) hatte am Donnerstag einen entsprechenden Großeinsatz vorbereitet. Vor Ort waren auch Einsatzkräfte des technischen Hilfswerks, der Feuerwehr und der Polizei.

Ursprünglich war die Keulung bereits für Donnerstag angesetzt, es fehlten aber noch dafür notwendige Maschinen. Deshalb wurde das Vorhaben auf Freitagvormittag verschoben und wird wahrscheinlich einige Tage in Anspruch nehmen. Im Anschluss an die Keulung muss der gesamte Betrieb gereinigt und desinfiziert werden.

Bayernweite Stallpflicht in Risikogebieten

Zum Schutz der bayerischen Geflügelbestände wurde zudem bayernweit eine Stallpflicht in Risikogebieten angeordnet. Das hat das Bayerische Umweltministerium am Donnerstag aufgrund einer Risikobewertung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veranlasst.

Durch die Stallpflicht und die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so eine Einschleppung in die Geflügelhaltungen verhindert werden. Bislang seien im Freistaat 23 Fälle der Vogelgrippe bei Wildvögeln sowie vier Fälle in privaten Hausgeflügelbeständen festgestellt worden, teilte das Umweltministerium mit.

Die Details der Stallpflicht in Risikogebieten und andere Maßnahmen werden von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden durch eine Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Sie sollen auf die örtlichen Gegebenheiten wie Rastplätze von Zugvögeln abgestimmt sein.

Totes Geflügel nicht anfassen

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Das Umweltministerium warnt dennoch vor engem Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel. Tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind, sollte das Veterinäramt informiert werden.

© BR
Bildrechte: BR

Bei Nittenau lässt das Veterinäramt Schwandorf rund 50.000 Tiere in einem Zuchtgeflügelhof töten weil die Vogelgrippe in dem Betrieb nachgewiesen wurde. Weitere Informationen von BR-Reporter Rudolf Heinz vor Ort.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!