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Badewanne
© picture alliance/Photo Alto

Autoren

Birgit Grundner
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Badewanne

Der Verband Sozialer Wettbewerb fürchtet, dass Kinder die Badezusätze mit Törtchen verwechseln. Die "Badetörtchen" sind nicht zum Essen gedacht, sondern fürs Badewasser – als Badezusatz. Sie schauten allerdings aus wie kleine Pralinen, kritisiert der Verband Sozialer Wettbewerb. Kleine Kinder zum Beispiel könnten sie mit richtigen Pralinen verwechseln, reinbeißen und vielleicht sogar ein Stück runterschlucken, so die Befürchtung. Deshalb dürfe die Ware nicht länger verkauft werden.

Beklagter: Badetörtchen zu 30 Prozent aus Backpulver

Der Händler sieht das anders und betont: Badetörtchen sind hart wie Seife, riechen deutlich nach Parfum, und selbst wenn jemand sie trotzdem versehentlich essen sollte, wäre das nicht gefährlich – zumal die Badetörtchen zu 30 Prozent aus Backpulver bestehen.

Münchner Landgericht gab Verband recht

Das Landgericht München hat sich auf die Seite des Verbands Sozialer Wettbewerb geschlagen. Nach dem Gesetz sei es nun mal verboten, Produkte in den Verkehr zu bringen, die mit Lebensmitteln verwechselt werden können. Gegen diese Entscheidung ging der Anbieter in Berufung. Jetzt muss sich das Oberlandesgericht damit befassen.

Mitglieder im Verband Sozialer Wettbewerb sind laut seiner Homepage unter anderem verschiedene Innungen, 18 Wirtschaftsverbände und 350 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

Autoren

Birgit Grundner

Sendung

Regionalnachrichten aus Oberbayern vom 08.11.2018 - 07:30 Uhr