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Wegen Schweinepest: Fleisch und Wurst werden teurer | BR24

© pa/dpa/Jens Kalaene

Fleisch und Wurst werden teurer

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    Wegen Schweinepest: Fleisch und Wurst werden teurer

    Auch zur Weihnachtszeit müssen Verbraucher weiterhin mit steigenden Preisen für Fleisch- und Wurstwaren rechnen. Die Metzgerinnung begründet dies mit Versorgungsengpässen aufgrund der Schweinepest in Asien.

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    Der Weihnachtsbraten dürfte in diesem Jahr teurer als gewohnt werden: Die Preise für Fleisch- und Wurstwaren steigen derzeit weiter an. Bereits seit Jahresbeginn hat sich das Schweinefleisch um mehr als 40 Prozent verteuert.

    Kleine Metzgereien besonders belastet

    Die Metzgerinnung begründet dies mit zunehmenden Exporten nach Asien aufgrund der dort wütenden Schweinepest. Dadurch entstehende Versorgungsengpässe versuche man unter anderem durch verstärkte Einkäufe in Europa auszugleichen - dies treibe die Preise in die Höhe.

    Die Entwicklung bereitet dem Metzgerhandwerk Sorgen: Durch die regionale Versorgung zahle ein Handwerksmetzger ohnehin meist höhere Einkaufspreise als industrielle Verarbeiter. Die Preissprünge würden das Handwerk in diesem Segment deshalb besonders stark belasten.

    Kunden zeigen Verständnis

    Zudem macht das vielerorts zu Dumping-Preisen angebotene Billigfleisch den Handwerksmetzgereien nach wie vor zu schaffen. Der Preiswettbewerb mit dem Lebensmitteleinzelhandel sei unvermindert im Gang. Die Metzgerinnung bleibt dennoch zuversichtlich.

    "Das Metzgerhandwerk wird aber auch in dieser Situation definitiv am hohen Qualitätsstandard festhalten. Wir werben weiter darum, dass trotz dieser Preissituation handwerklich hochqualitative Produkte aus der Region gekauft werden." Daniel Hirsch, Metzgerinnung Amberg-Sulzbach

    Nach ersten Erhebungen der Fleischerverbände gibt es bislang keine rückläufige Nachfrage. Bisher hätten die Kunden mit Verständnis auf die Preiserhöhungen reagiert.