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Wegen Konjunkturflaute: Kurzarbeit bei Schaeffler | BR24

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Wegen der anhaltenden Konjunkturflaute in der Automobilindustrie muss der Zulieferer Schaeffler Konsequenzen ziehen. Am Standort Erlangen-Frauenaurach hat im Bereich Sondermaschinenbau heute (02.09.19) die Kurzarbeit begonnen.

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Wegen Konjunkturflaute: Kurzarbeit bei Schaeffler

Wegen der anhaltenden Konjunkturflaute in der Automobilindustrie muss der Zulieferer Schaeffler Konsequenzen ziehen. Am Standort Erlangen-Frauenaurach hat im Bereich Sondermaschinenbau heute (02.09.19) die Kurzarbeit begonnen.

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Nach Angaben des Unternehmens sind bis auf Weiteres rund 250 Beschäftigte von der Kurzarbeit betroffen. Darauf hatte sich Schaeffler mit dem Betriebsrat geeinigt. Die Mitarbeiter nehmen die Kurzarbeit mit gemischten Gefühlen auf: "Es ist schade für den Einzelnen. Aber es ist besser, als Leute zu entlassen", sagte ein Beschäftigter heute morgen dem Bayerischen Rundfunk.

Einkommensverluste zum Teil ausgeglichen

Im Schnitt reduziert sich die Arbeitszeit um etwa ein Viertel. Die Einkommensverluste werden zum Teil durch das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit ausgeglichen, sagte Betriebsrätin Andrea Grimm. "Kurzarbeit ist für uns das Mittel, das die Mitarbeiter noch eher verkraften können. Kündigungen versuchen wir auf jeden Fall zu verhindern", betonte Grimm. In anderen Bereichen soll zudem ab Dezember die Wochenarbeitszeit reduziert werden. Wie viele Mitarbeiter in welchen Konzernbereichen davon betroffen sind, werde noch entschieden, heißt es aus dem Unternehmen.

Schaeffler vor großen Herausforderungen

Der fränkische Autozulieferer Schaeffler ist derzeit gleich doppelt gefordert, sagt Professor Kai-Ingo Voigt vom Lehrstuhl Industrielles Management an der Universität Erlangen-Nürnberg: Zum einen ist das Unternehmen von der Absatzflaute in der Automobilindustrie betroffen. Zum anderen muss der Konzern den Wechsel von traditionellen Antrieben hin zur Elektromobilität schaffen. "Gerade jetzt muss investiert werden, in neue Produkte und Geschäftsmodelle, um einen Weg in die Zukunft zu finden", betont Voigt. Die Voraussetzungen dafür seien gut. Schaeffler besitze ein großes technologisches Wissen, das nun in neue Produkte umgesetzt werden muss.

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Beim Zulieferer Schaeffler sind angesichts der Flaute in der Autobranche Mitarbeiter in Kurzarbeit gegangen. Ab heute hätten etwa 250 von rund 500 Mitarbeitern im Sondermaschinenbau in Frauenaurach ihre Arbeitszeit reduziert, so ein Konzernsprecher.