Aufgrund der Energiekrise schließt die Stadt Nürnberg Hallenbäder.

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Wegen Energiekrise: Nürnberg schließt Bäder

Wegen Energiekrise: Nürnberg schließt Bäder

Drei von vier Hallenbädern in Nürnberg sperren zu. Wegen der Energiekrise sollen sie bis September geschlossen bleiben. Die Freibäder laufen derweil ohne zusätzliche Beckenbeheizung. "Die Lage ist ernst", so Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel.

Die Stadt Nürnberg schließt ab Samstag, den 16. Juli, drei von vier Hallenbädern. Die Stadt gibt als Grund die Energiekrise an. Nur das Hallenbad im Stadtteil Langwasser bleibt geöffnet.

Hallenbäder in Nürnberg schließen: Freibäder bleiben länger offen

Die Schließung vom Südstadtbad und den Hallenbädern in Katzwang und im Nordosten ist als vorübergehende Regelung bis September geplant. Diesen Zeitraum will der städtische Eigenbetrieb "NürnbergBad" zur ohnehin notwendigen Revision der Anlagen nutzen. Die städtischen Freibäder bleiben laut Stadt als Ausgleich bis 25. September geöffnet.

OB König: "Energiekrise verlangt nach deutlichen Sparmaßnahmen"

Nach Angaben der Stadt wurden Schulen, Vereine und externe Partner von "NürnbergBad" bereits über die Schließung informiert. Soweit möglich, seien Ihnen als Ausweichmöglichkeit die städtischen Freibäder angeboten worden. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) hält die Einschränkung für notwendig. "Ich unterstütze die Initiative von "NürnbergBad", denn die durch den Ukrainekrieg verursachte Energiekrise verlangt nach deutlichen Sparmaßnahmen. Wir müssen uns auf mögliche Einschränkungen der Gasversorgung rechtzeitig vorbereiten."

Maßnahme soll Strom für 3.100 Menschen einsparen

"NürnbergBad" ist einer der großen städtischen Verbraucher von Wärme und Strom. Insgesamt benötigt der gesamte Betrieb inklusive dreier Freibäder und vier Hallenbäder pro Jahr circa 9,4 Millionen Kilowattstunden Fernwärme und circa 800.000 Kilowattstunden Gas. Durch die Bäderschließung für 72 Tage macht "NürnbergBad" Wärmeenergie für rund 1.500 Menschen in Nürnberg frei und Strom für rund 3.100 Menschen.

Freibäder laufen ohne zusätzliche Beckenheizung

Auch die Freibäder laufen nach Angaben der Stadt derzeit ohne zusätzliche Beckenbeheizung. Das sei eine weitere Energieeinsparung von 1,3 Gigawattstunden. "Die Lage ist ernst und ich habe mich in Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen der Stadtspitze dazu entschieden, diesen Schritt zu gehen. Ich bin dankbar, dass meine Entscheidung auch von den großen Fraktionen im Stadtrat nicht nur begrüßt, sondern auch in dieser Form mitgetragen wird", so Bürgermeister Christian Vogel (SPD), der zugleich erster Werkleiter von "NürnbergBad" ist.

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