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Bierflaschen laufen in der Abfüllhalle einer Brauerei zur Abfüllstation.

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    Wegen EM: Bayerischen Brauern geht das Leergut aus

    Der Bayerische Brauerbund warnt vor einem möglichen Bierengpass. Zwar sei genug frisches Bier da, den Brauereien gehe aber das Leergut aus. Grund sei der verstärkte Absatz, unter anderem wegen der Fußball-Europameisterschaft.

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    • BR24 Redaktion

    Gibt es bald kein Bier mehr zu kaufen? Davor warnen die bayerischen Brauereien. Der Grund: Es droht das Leergut auszugehen, heißt es in einer Mitteilung des Bayerischen Brauerbunds: "Die Keller sind voll mit frischem Bier und die Mannschaften in den Flaschenfüllereien arbeiten im Sommer-Schichtbetrieb. Was fehlt, sind die Flaschen, mit denen das Bier zum Kunden kommt".

    Corona-Lockerungen und EM sorgen für mehr Absatz

    Eigentlich gebe es genug Flaschen, versichert der Verband. In der Pandemie seien sogar mehr Flaschen in Umlauf gekommen. Doch mit der Wiedereröffnung der Gastronomie, dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft und der Möglichkeit, privat zu feiern, habe es eine Absatzwelle im Getränkehandel gegeben. "Nun muss die Welle zurückschwappen und die leeren Gebinde in die Brauereien spülen", betont Brauerpräsident Georg Schneider. Nur so bleibe der Mehrwegkreislauf im Schwung.

    Appell zur Rückgabe der Pfandflaschen

    Der Verband ruft zur Rückgabe der Flaschen auf: "Befreien Sie Balkone, Garagen, Keller, Kofferräume und Wintergärten von leeren Getränkekisten – die bayerischen Brauereien danken es Ihnen mit frischem Bier."

    Den Leergut-Mangel gibt es schon seit mehreren Jahren - meist appellieren die Brauereien im Sommer an die Verbraucher, leere Kästen und Flaschen wieder zurückzubringen. In der warmen Jahreszeit deponieren offenbar viele Verbraucher Getränke und horten auch die leeren Kisten. Brauereien hatten deshalb schon ein höheres Pfand von bis zu zehn Euro pro Kiste gefordert, um den Anreiz zur Rückgabe zu erhöhen.

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