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Wegen Coronavirus: Maschinenbauer macht eine Online-Messe | BR24

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Wer trotz der Einschränkungen durch das Corona-Virus Geschäfte machen will, muss kreativ werden: Der schwäbische Maschinenbauer Grenzebach hat seinen Messestand am Firmensitz aufgebaut, weil die Logistik-Messe "LogiMat" in Stuttgart abgesagt wurde.

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Wegen Coronavirus: Maschinenbauer macht eine Online-Messe

Wer trotz der Einschränkungen durch das Coronavirus Geschäfte machen will, muss kreativ werden: Der schwäbische Maschinenbauer Grenzebach hat seinen Messestand am Firmensitz aufgebaut, weil die Logistik-Messe "LogiMat" in Stuttgart abgesagt wurde.

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Mit einer ungewöhnlichen Aktion versucht der nordschwäbische Maschinenbauer Grenzebach die Auswirkungen des Corona-Virus auf das eigene Unternehmen so gering wie möglich zu halten: Weil die Intralogistik-Messe "LogiMat" in Stuttgart wegen der Corona-Gefahr abgesagt worden ist, hat das Unternehmen den Messestand kurzerhand in einer Werkshalle am Firmensitz in Hamlar (Lkr. Donau-Ries) aufgebaut.

Grenzebach dreht Online-Videos

Mitten in einer Werkshalle zwischen Maschinen und Werkzeugen steht der auf Hochglanz polierte Messestand. Ein mit Sensoren ausgestatteter Roboter fährt autonom hin und her und soll die Kunden beeindrucken, in echt wie auch virtuell.

Denn am Messestand sind Videos gedreht worden. Darin erklären die Mitarbeiter die Messe-Neuheiten. Das Unternehmen will jetzt angesichts Corona vor allem online über YouTube und soziale Netzwerke seine Kunden erreichen.

Aber auch persönlich können Kunden am Messestand vorbeikommen, ab Dienstag sind sie zu Einzelterminen eingeladen.

Virtueller Messestand ist eine Notlösung

Laut Geschäftsführer Renato Luck spürt das Unternehmen die Auswirkungen des Coronavirus: Die Zahl der Abschlüsse sei noch nicht zurückgegangen, aber Kaufentscheidungen würden sich verzögern.

Diese Notlösung ersetze nicht den Messestand und das Kundenaufkommen auf einer normalen Messe. Man versuche aber die Chance zu nutzen, mit den Kunden umso ausführlicher ins Gespräch zu kommen.

Corona beeinträchtigt Grenzebach-Werk in China

Grenzebach beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiter, am Hauptsitz in Hamlar sind es 650. Die Intralogistik ist eine Sparte des Unternehmens. Dabei geht es um Förderbänder und autonom fahrende Roboter, die bei Versandhändlern oder innerhalb einer Industrieproduktion Teile von A nach B befördern.

Der schwäbische Maschinenbauer betreibt auch ein Werk in der Nähe von Shanghai. Dort seien viele Arbeiter nach dem Familienbesuchen zum chinesischen Neujahrsfest gar nicht wieder zurückgekommen, weil Zug- und Flugverbindungen ausfielen, sagt Geschäftsführer Luck.

Zwei bis drei Wochen habe die Fabrik quasi stillgestanden. Mittlerweile habe sich die Situation aber normalisiert und man erreiche fast wieder die gleiche Produktivität wie vor dem Corona-Ausbruch.