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Wegen Corona: Zum ersten Mal seit 30 Jahren keine "Mahnwache" | BR24

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Das Atomkraftwerk Gundremmingen

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    Wegen Corona: Zum ersten Mal seit 30 Jahren keine "Mahnwache"

    Seit mehr als 30 Jahren treffen sich die Mitglieder der "Mahnwache“ immer sonntags vor dem Kernkraftwerk in Gundremmingen, um dort gegen die Atomkraft zu demonstrieren. Jetzt müssen sie ihren Protest erstmals länger unterbrechen.

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    Es sei ein Riesen-Einschnitt für die Gruppe der "Mahnwache" in Gundremmingen, sagt Organisator Thomas Wolf. Seit 1989 hatten sich die Atomkraftgegner immer sonntags um 15 Uhr vor dem Kernkraftwerk Gundremmingen getroffen, um dort friedlich gegen Atomenergie zu demonstrieren. Nur ungefähr viermal sei man nicht dort gewesen, sagt Wolf - meist, weil die Gruppe woanders demonstriert hatte. Jetzt wolle man sich natürlich an die Ausgangsbeschränkungen halten.

    Keine "Mahnwachentexte", keine Schweigeminute

    Normalerweise wird jeden Sonntag vor dem AKW ein "Mahnwachentext“ verlesen, dann gibt es eine Schweigeminute, anschließend spricht man noch über aktuelle politische Themen. Bei wichtigen Jahres- und Gedenktagen gibt es auch größere musikalische Einlagen oder Kunstaktionen. Während der Zeit der Castortransporte aus Gundremmingen mussten sich Mitglieder der "Mahnwache" wegen Sitzblockaden auf Bahnschienen auch vor Gericht verantworten. Jetzt wird wohl für mehrere Sonntage niemand vor dem AKW demonstrieren.

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