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Das Ende 2012 eröffnete Erlebnisbad Wonnemar ist insolvent, bleibt aber geöffnet. Die 55 Mitarbeiter erhalten ihr Geld in den nächsten drei Monaten über die Bundesagentur für Arbeit. Die ausgegebenen Tickets der Wonnemar-Kunden bleiben gültig.

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Wegen Corona: Wonnemar in Marktheidenfeld ist insolvent

Das Ende 2012 eröffnete Erlebnisbad Wonnemar ist insolvent, bleibt aber geöffnet. Die 55 Mitarbeiter erhalten ihr Geld in den nächsten drei Monaten über die Bundesagentur für Arbeit. Die ausgegebenen Tickets der Wonnemar-Kunden bleiben gültig.

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Von
  • Sylvia Schubart-Arand

Was vor einiger Zeit ein Gerücht war, ist am späten Donnerstagnachmittag durch eine Pressemitteilung der interSPA-Gruppe mit Sitz in Stuttgart bestätigt worden. Für all ihre Betriebsgesellschaften, und damit auch für das Marktheidenfelder Wonnemar, ist am Amtsgericht in Stuttgart einen Antrag auf Insolvenz im Eigenverwaltungsverfahren gestellt worden.

Bei einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt der Geschäftsführer eingesetzt, aber ein Sachwalter steht ihm zur Seite. Der Sanierungsprozess und das Eigenverwaltungsverfahren sollen bereits im ersten Halbjahr des kommenden Jahres abgeschlossen werden, teilt das Unternehmen mit.

Insolvenz durch Corona-Lockdown

Hintergrund: Im Frühjahr musste das Bad während des coronabedingten Lockdowns dreieinhalb Monate lang schließen. Die Verluste dadurch seien erheblich gewesen, teilen die Betreiber mit. Das Erlebnisbad Marktheidenfeld wurde im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells (PPP-Modell) gemeinsam mit der Stadt Marktheidenfeld konzipiert, finanziert und auf einem städtischen Grundstück im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags errichtet.

Stadt wusste von Problemen

Die Nachricht über das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des Erlebnisbads Wonnemar sei für die Stadt nicht ganz überraschend gekommen. Im Rathaus wusste man, dass es coronabedingt schlecht um die Betriebsgesellschaft steht und habe deshalb im Sommer mehrere kleine Reparaturen seitens der Stadt übernommen, heißt es heute aus dem Rathaus. Dass die in Stuttgart angesiedelte InterSPA-Gruppe aber so wirtschaftlich wackelig steht, sei dann doch neu gewesen, so Rathaus-Geschäftsführer Matthias Hanakam.

Ein offenes Wonnemar benötigen auch die Schulen, die bereits ihren Schwimmunterricht dort probehalber gestartet haben. Das ist umso wichtiger, denn derzeit ist noch die Kleinschwimmhalle an der Grundschule geschlossen. Mit Hochdruck arbeitet die Rathauskämmerei an einer Lösung wegen der coronabedingt hohen Anforderungen an diese Sportstätte für Schulen und Vereine. In den nächsten vier Wochen soll das Problem gelöst sein, hofft Hanakam.

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