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Bildrechte: Uwe Arens

Oktober statt Mai: In Augsburg beginnt das Mozartfest. Am Programm der Konzertreihe gibt es trotz Terminverschiebung kaum Änderungen. Besucher müssen sich allerdings auf ungewohnte Spielorte und viel Abstand einstellen.

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Wegen Corona: Augsburger Mozartfest beginnt im zweiten Anlauf

Oktober statt Mai: In Augsburg beginnt das Mozartfest. Am Programm der Konzertreihe gibt es trotz Terminverschiebung kaum Änderungen. Besucher müssen sich allerdings auf ungewohnte Spielorte und viel Abstand einstellen.

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Von
  • Christian Wagner
  • Johanna Kempter

Der Mai ist eigentlich der "Mozart-Monat" in Augsburg: Dann findet traditionell das Mozartfest statt. Wegen der Pandemie war das heuer nicht möglich. Jetzt wird die Konzertreihe nachgeholt. Mozartfest-Leiter Simon Pickel versichert, dass es ein "echtes Festival" sein wird und kein "Notprogramm".

Corona-Beschränkungen für Publikumsgrößen

Pickel hat Zusagen fast aller Künstler bekommen, die schon im Mai nach Augsburg gekommen wären. Ihre Auftritte finden jetzt aber teilweise an ungewohnten Orten statt: Konzerte im "Kleinen Goldenen Saal" sind wegen des Coronavirus nur eingeschränkt möglich. Dort dürfen statt der üblichen 330 nur 100 Personen Platz nehmen.

Eröffnungskonzert im Kirchensaal

Um die geforderten Abstände im Publikum und unter den Musikern einhalten zu können, weicht das Mozartfest für einige Konzerte in den "Kongress am Park" und in die evangelische Sankt-Ulrichs-Kirche aus. Im dortigen Kirchensaal spielt zum Auftakt am Freitagabend die "Akademie für Alte Musik Berlin" unter dem Titel "Mozart in Italien".

"Endlich wieder Konzerte"

Der Chor des Bayerischen Rundfunks wird am Samstagabend mit Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem im "Kongress am Park" zu hören sein. Es werde "sicher eine Erfahrung", wenn der BR-Chor das Requiem in einem viel zu großen Saal vor nur 200 Menschen im Publikum aufführt, glaubt Pickel. Ihm gehe es aber darum, endlich wieder Chor-, Orchester- und Sinfoniekonzerte auf die Bühne zu bringen. Das gemeinsame Musik- und Kulturerlebnis stehe im Vordergrund. Wenn dann der musikalische Gesamteindruck leide, müsse man das eben in Kauf nehmen. "Dass wir überhaupt wieder spielen können, damit kann und damit sollte jeder glücklich sein." Um auf angemessene Zuschauerzahlen zu kommen, werden einige Konzerte zweimal hintereinander am selben Abend gespielt.

"MZRT & BTHVN": Mozarts Einfluss auf Beethoven

Am Konzept des ursprünglich für Mai geplanten Mozartfests hat sich nichts geändert: Es steht unter dem Motto "MZRT & BTHVN". "BTHVN" wird als Signet des diesjährigen Beethoven-Jahres verwendet. Der vor 250 Jahren geborene Ludwig van Beethoven hatte seine Kompositionen mit diesem Konsonanten-Kürzel signiert. Das Augsburger Mozartfest greift das nun auf und stellt Mozart mit einem selbstgewählten Kürzel neben Beethoven. Dieser sei zeitlebens ein großer Fan von Mozart gewesen, erklärt Pickel. Beethoven habe Mozarts musikalischen Aufbruch weitergetragen. Diese Entwicklung zeichnet auch das Programm des Mozartfests nach.

Chance auf Tickets besteht noch

Mit Beethovens Pastorale im "Kongress am Park" wird das Festival am 31. Oktober zu Ende gehen. Selbst für derzeit ausverkaufte Konzerte könnten jeden Tag wieder Tickets in den Verkauf kommen, heißt es. Manche Musikfreunde, die für die ursprünglich im Mai geplanten Termine Karten gekauft haben, würden diese auch jetzt noch zurückgeben.

Vorbereitungen für 2021 laufen

Währenddessen laufen die Vorbereitungen für das Mozartfest 2021, das wieder traditionell im Mai stattfinden soll. Festivalleiter Pickel hofft, dass dann wieder große Konzerte vor gefüllten Publikumsreihen möglich sein werden. Er wolle nicht noch einmal umplanen, sagt Pickel. Falls nötig, habe man dafür aber zumindest die notwendige Erfahrung.

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