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Wegen Corona: Kirche startet Fotoaktion als Martinsumzug-Ersatz | BR24

© Tilmann Schöberl/BR
Bildrechte: Nicole und Marco Rausch

Der 11. November ist Martinstag und normalerweise ziehen Kinder mit Laternen umher. Wegen Corona ist das nicht wie möglich. Eine Pfarrei in Lohr am Main hat sich deshalb etwas Besonderes einfallen lassen, wie Pfarrer Sven Johanssen berichtet.

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Wegen Corona: Kirche startet Fotoaktion als Martinsumzug-Ersatz

Der 11. November ist Martinstag und normalerweise ziehen Kinder mit Laternen durch Bayerns Städte und Gemeinden. Wegen Corona ist das nicht wie gewohnt möglich. Eine Pfarrei im unterfränkischen Lohr hat sich deshalb etwas Besonderes einfallen lassen.

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Von
  • Sylvia Schubart-Arand

"Ich geh' mit meiner Laterne – und meine Laterne mit mir." Die im bekannten Kinderlied besungene Tradition wird in diesem Jahr leider vielerorts ausfallen. Grund: die Corona-Pandemie und die aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen. Viele Veranstalter haben ihre Martinsumzüge abgesagt. In Lohr am Main wollte sich die Pfarreiengemeinschaft "12 Apostel" damit jedoch nicht zufrieden geben.

Aktion: "Ein Selfie mit Sankt Martin"

Pfarrer Sven Johannsen und Pfarrvikar Christian Nowak haben die Aktion "Ein Selfie mit Sankt Martin" ins Leben gerufen. In der Lohrer Stadtpfarrkirche haben sie dafür die große Martinsfigur vom Sockel geholt. Dort können Jung und Alt Bilder mit dem Heiligen Martin knipsen: mit Laterne, mit Kerze oder mit Mantel.

Fotos mit Sankt Martin hängen in der Kirche

Ziel der Aktion: Die Fotos sollen ausgedruckt werden. Diese wollen die Verantwortlichen aufhängen und in der Stadtpfarrkirche und anderen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft zu einem "Martinszug" zusammenstellen. Um sie aufzuhängen, gibt es in den Kirchen Vorrichtungen. Die Fotos und Selfies mit der Martinsfigur können aber per Mail ans Pfarrbüro in Lohr geschickt werden.

Viele Martinsumzüge wegen Corona abgesagt

Grundsätzlich verboten sind Feierlichkeiten zum Martinstag in diesem Jahr nicht. Das Landratsamt Würzburg verwies zuletzt darauf, dass Martinsumzüge durch ihren christlichen Ursprung zulässig seien, allerdings mit Einhaltung von Mindestabständen. Sind Kindertageseinrichtungen die Organisatoren, so müsse außerdem darauf geachtet werden, dass die Gruppen wie üblich getrennt bleiben. Viele Veranstalter hatten ihre Umzüge zuletzt allerdings abgesagt.

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