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Wegen Corona: Harman-Aus in Straubing besiegelt | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Der Eingang zum Harman Werk in Straubing

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    Wegen Corona: Harman-Aus in Straubing besiegelt

    Weil es in Corona-Zeiten verboten ist sich zu treffen, dürfen auch die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Harman in Straubing nicht mehr demonstrieren. Der Werksschließung musste klein beigegeben werden. Das Ende von Harman ist besiegelt.

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    Die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Harman in Straubing können wegen der Corona-Krise nichts mehr gegen die Schließung ihres Werks tun. Wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet, darf wegen der Ausgangsbeschränkungen nicht weiter gestreikt werden. Deshalb wurde laut Betriebsrat beschlossen, "aus Mangel an Alternativen", dem bisherigen Verhandlungsergebnis zuzustimmen.

    Abfindung für Mitarbeiter

    Für IG-Metall-Mitglieder heißt das, dass sie neben der Abfindung noch weitere 10.000 Euro erhalten. Außerdem soll eine Transfergesellschaft ins Leben gerufen werden, die es den Mitarbeitern ermöglicht, bis zu zwölf Monate noch Bezüge zu bekommen. Auch Weiterbildungsmaßnahmen sind beinhaltet, heißt es.

    Laut PNP sagte Straubing Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU), dass es jetzt darum gehe, die Mitarbeiter für die Arbeit in anderen Unternehmen zu qualifizieren. Damit sei das Ende von Harman besiegelt.

    Widerstand und Rückhalt vom Wirtschaftsminister

    Der Automobilzulieferer hatte im Januar bekannt gegeben, die Produktion unter anderem aus Kostengründen komplett nach Ungarn zu verlegen und das Werk in Straubing zu schließen. Mehr als 620 Arbeitsplätze sind davon betroffen. Dagegen hat sich Widerstand geregt: Harman-Mitarbeiter demonstrierten und legten zeitweise die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft IG-Metall hatte zu den Maßnahmen aufgerufen. Zwischenzeitlich sollte auch ein Investor gefunden werden, der das Werk kauft und die Mitarbeiter weiter beschäftigt. Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) schaltete sich ein. Offenbar alles ohne Erfolg.

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