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Wegen Corona geschlossen? Wilde Gerüchte um Schule in Rosenheim | BR24

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Landratsamt Rosenheim

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    Wegen Corona geschlossen? Wilde Gerüchte um Schule in Rosenheim

    Das Landratsamt Rosenheim dementiert ein Gerücht, nachdem eine Grundschule wegen Verdachts auf Coronavirus geschlossen haben soll. Die Kinder seien von Erkältung und Magen-Darm-Virus geplagt gewesen, erklärte Pressesprecher Michael Fischer dem BR.

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    Die Astrid-Lindgren Grundschule in Rosenheim hat wieder geöffnet. Seit gestern läuft der Schulbetrieb dort wieder normal. Vergangene Woche Donnerstag und Freitag hatte die Rosenheimer Grundschule geschlossen, weil so viele Kinder krank waren. Daraufhin kam im Internet und auf Social Media das Gerücht auf, die Schule habe wegen des Coronavirus geschlossen und es wurden Beziehungen zum Fall in Siegsdorf - dem Ort, in dem eine vom Corona-Virus betroffene Familie lebt - konstruiert.

    Das Landratsamt Rosenheim spricht von einer Verschwörungstheorie. Es gebe bei keinem einzigen Fall den Nachweis oder den Verdacht auf den Coronavirus und auch keine Beziehungen nach Siegsdorf, betont Pressesprecher Michael Fischer. Die Kinder seien entweder stark erkältet oder Magen-Darm-Virus geplagt.

    Zahlreiche Influenza-Fälle in der Region

    Die Schulleitung bestätigt das gegenüber dem BR. Vergangenen Mittwoch seien 70 der 260 Schulkinder krank gewesen, daraufhin habe man sich entschlossen die Grundschule zwei Tage lang zu schließen. Die Schulleitung bittet die Eltern, die Kinder nicht mit Husten oder Fieber in die Schule zu schicken.

    Laut dem Rosenheimer Landratsamt gebe es derzeit sehr viele nachgewiesene Grippefälle: Bis gestern Mittag seien 413 Influenza-Fälle nachgewiesen worden und das sei wohl nur die Spitze des Eisberges, so Pressesprecher Michael Fischer. Zum Vergleich: Im November und Dezember 2019 gab es insgesamt nur sechs nachgewiesene Grippefälle.