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Am Rothsee bei Hilpoltstein wird erstmals ein Riesenrad aufgestellt. Die Fürther Schaustellerfamilie hatte den Standplatz als Ersatz für die ausgefallenen Volksfeste vorgeschlagen. Besucher können den Rothsee dann aus 30 Metern Höhe betrachten.

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Wegen Corona: Erstmals Riesenrad am Rothsee

Am Rothsee bei Hilpoltstein wird erstmals ein Riesenrad aufgestellt. Die Fürther Schaustellerfamilie hatte den Standplatz als Ersatz für die ausgefallenen Volksfeste vorgeschlagen. Besucher können den Rothsee dann aus 30 Metern Höhe betrachten.

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Von
  • Ulrike Lefherz

Das hat es bisher noch nicht gegeben. Direkt am Ufer des Rothsees wird derzeit ein Riesenrad aufgebaut. Es soll am kommenden Freitag um 14 Uhr in Betrieb gehen. Besucherinnen und Besucher können dann aus 30 Metern Höhe die Gegend betrachten. "Aus der Höhe hat man einen sehr schönen Blick über den See, und vielleicht sogar bis nach Hilpoltstein", sagte der Geschäftsführer des Zweckverbands Rothsee, Thomas Gruber, BR24.

Riesenrad coronabedingt ein Jahr außer Betrieb

Das Riesenrad der Fürther Schaustellerfamilie Drliczek ist inzwischen bereits ein Jahr außer Betrieb. Wegen der Pandemie waren alle Volksfeste abgesagt. "Normalerweise würde jetzt unsere mittelfränkische Tournee starten", sagt Chefin Alexandra Drliczek, "mit dem Hilpoltsteiner Burgfest, der Rother Kirchweih und danach käme Weißenburg dran". Im vergangenen August sei das Riesenrad zuletzt im Einsatz gewesen, bilanziert Juniorchef Kai Drliczek.

Zweckverband Rothsee unterstützt Schausteller

Die Schaustellerfamilie ist seit mehr als 90 Jahren bereits auf der Rother Kirchweih vertreten und hat deswegen nun angefragt, ob sie ihr Riesenrad am Rothsee aufstellen dürfen. Und der Vorschlag ist sofort angenommen worden: "Wir wollen die Schaustellerbranche unterstützen", erklärt Thomas Gruber.

Aufbau trotz müder Knochen

Von der schweren Arbeit beim Aufbau des Riesenrads sind die Helfer und Schaustellerfamilie durchaus geschafft. "Meine Jungs sind nicht mehr trainiert", meint Alexandra Drliczek. "Das ist wie beim Marathon." Viele Tonnen Gewicht müssen nach und nach gestemmt werden. "Wir haben zum Glück einige Tage Zeit", sagt sie. "Man muss erst wieder reinkommen", ergänzt Juniorchef Kai Drliczek. Danach sieht man ihn flink auf das Gerüst klettern, in die Mitte des Riesenrads. Hier werden die Querstreben alle einzeln befestigt.

Preis für Fahrt steht noch nicht fest

Wie viel eine Fahrt kosten wird, wird familienintern derzeit noch beraten. Die üblichen vier Euro pro Fahrt sind am See zu günstig, meint Seniorchef Robert. Dies hätten ihm mehrere Passanten erklärt. Seniorchefin Alexandra denkt allerdings an die Menschen, die in Kurzarbeit waren und derzeit weniger Geld in der Tasche hätten. "In der Pandemie müssen wir doch alle zusammenhelfen", sagt sie. "Genauso wie beim Hochwasser." Wie die Preisabsprachen ausgegangen sind, zeigt sich am Freitag, wenn das Riesenrad um 14 Uhr seine ersten Runden dreht.

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