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Wegen Corona: CSD München goes online | BR24

© pa/dpa/Scholz

Wegen Corona: CSD München goes online

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    Wegen Corona: CSD München goes online

    Wegen der Coronapandemie kann der Münchner CSD in diesem Jahr nicht in gewohnter Weise stattfinden. Stattdessen wird zum Beispiel die Politparade und das sonstige politisch-kulturelle Programm des CSD in einen 18-stündigen Livestream verlegt.

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    Keine Parade, keine Konzerte, keine Partys: Da Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht möglich sind, musste auch der diesjährige Münchner Christopher-Street-Day in seiner üblichen Form abgesagt werden. Deshalb hat der CSD zusammen mit der Münchner LGBTI*-Community ein Alternativprogramm für die PrideWeek zusammengestellt, das vom 4. bis 12. Juli zum großen Teil übers Internet verbreitet wird.

    Alternative Politparade im Livestream

    Anstatt der normalen Politparade quer durch die Münchner Innenstadt gibt es am 11. Juli einen Livestream aus dem neuen lesbisch-queeren Zentrum LeZ. 18 Stunden lang wird im Netz eine Mischung aus virtueller Parade, Straßenfest und Bühnenshow zu sehen sein.

    Dafür haben laut Veranstalter knapp 60 LGBTI*-Gruppen, Menschenrechtsgruppen, Parteien oder Gesundheitseinrichtungen Videoclips produziert, die währenddessen ausgestrahlt werden. Dazu kommen Musik, Live-Acts, Drag-Shows, Kurzfilme und Gespräche zu politischen Themen wie Gewalt gegen LGBTI*, Sichtbarkeit von Lesben oder Aufklärung an Schulen.

    Auch reale Sichtbarkeit des CSD im Münchner Stadtbild

    Dezentral an 50 Orten in der Münchner Fußgängerzone findet aber auch eine reale Demonstration statt. An den Stationen sollen kleine Gruppen mit Transparenten und Flyern etwa drei Stunden lang auf sich und die 14 politischen Forderungen des diesjährigen CSD aufmerksam machen.

    Außerdem werden auf dem Münchner Rathaus Regenbogenfahnen wehen, die Fußgängerampeln im Glockenbachviertel wieder homosexuelle und anders liebende Ampelmännchen haben und einzelne Zebrastreifen in Regenbogenfarben erstrahlen.

    Veranstaltungen der PrideWeek

    Über die Woche vom 4. bis 12 Juli gibt es ein abgespecktes Programm mit Lesungen, Führungen, einer Ausstellung oder Gottesdiensten. Den Auftakt macht zum Beispiel ein Zoobesuch mit Einblicken in das lesbisch-schwule-trans* Verhalten von Tieren.

    Spendenaktion für ausgefallene Einnahmen

    Da der CSD in diesem Jahr aufgrund vieler abgesagter Veranstaltungen Einnahmen verliert, soll eine Spendenaktion mit Crowdfunding und Verkauf von T-Shirts etc. einen Teil des Geldes wieder hereinholen.

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