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Wegen Corona: Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger | BR24

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Münchner und Würzburger, die in Deutschland verreisen möchten, dürften teils auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen. In vielen Bundesländern ist es verboten, Gäste aus Gebieten aufzunehmen, in denen der 7-Tage-Inzidenz-Wert 50 überschritten wird.

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Wegen Corona: Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger

Münchner und Würzburger, die in Deutschland verreisen möchten, dürften teils auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen. In vielen Bundesländern ist es verboten, Gäste aus Gebieten aufzunehmen, in denen der 7-Tage-Inzidenz-Wert 50 überschritten wird.

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Menschen aus den aktuellen Corona-Hotspots München und Würzburg müssen derzeit mit deutlichen Einschränkungen rechnen, wenn sie in andere Bundesländer reisen und dort übernachten wollen.

Alexandra Thomann aus Würzburg kann ein Lied davon singen - sie hat jetzt ihren dreiwöchigen Jahresurlaub und wollte auf einem Campingplatz in Mecklenburg-Vorpommern die Füße hochlegen und einfach mal entspannen, doch daraus wird nichts. Sie wurde wieder ausgeladen, nachdem sie den Aufenthalt schon gebucht hatte. Der erhöhte Inzidenzwert in Würzburg würfelt die Pläne der 49-Jährigen mächtig durcheinander. Käme sie aus einer anderen bayerischen Stadt irgendwo in Franken, Niederbayern, Schwaben oder der Oberpfalz, dann würde sie seit Tagen schon in Mecklenburg-Vorpommern entspannen. Nur wenn sie aus der Landeshauptstadt München käme, hätte sie dasselbe Problem.

Vielerorts Aufnahme von Gästen aus Hotspots untersagt

Nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern gelten Einschränkungen. In Bayerns Nachbarbundesland Baden-Württemberg gilt beispielsweise: "Es ist untersagt, in Beherbergungsbetrieben Gäste zu beherbergen, die sich in einem Land-, Stadtkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten oder darin ihren Wohnsitz haben, in dem der Schwellenwert von 50 neu gemeldeten SARS-CoV-2-Fällen (Coronavirus) pro 100.000 Einwohner in den vorangehenden sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) überschritten wurde", wie es auf der Homepage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) heißt.

Ausnahmen sind möglich, wenn negative Corona-Testergebnisse vorgelegt werden können, die nicht älter als 48 Stunden sind. Doch die Verunsicherung ist groß, bestätigt Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern. Sie empfiehlt, direkt mit dem jeweiligen Gesundheitsamt des geplanten Urlaubsorts Kontakt aufzunehmen.

Einschränkungen von Flensburg bis zum Bodensee

Reiseeinschränkungen gelten nach Dehoga-Angaben auch in Brandenburg, Hamburg und Hessen sowie im Saarland, in Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Mecklenburg-Vorpommern ist sogar nicht nur die Übernachtung, sondern auch die Einreise für Menschen aus Hotspots mit 7-Tage-Inzidenz über 50 verboten. In Berlin, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein droht eine 14-tägige Quarantäne.

Keine Einschränkungen für Reisende aus bayerischen Corona-Hotspots gibt es laut Dehoga dagegen derzeit in Bremen und Niedersachsen.

Orientierungshilfen im Internet

Eine Orientierungshilfe soll der Tourismus-Wegweiser des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes bieten. Reisende erhalten dort auf einen Blick den aktuellen Stand der Corona-Regelungen in allen Bundesländern. Einen Überblick über Risiko-Gebiete in Deutschland bietet das Robert-Koch-Institut im Internet.

Zuletzt lag die Inzidenz für München bei 55,93 (Stand Montag, 23.59 Uhr), in Würzburg bei 60,99, so die Zahlen des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Campingplatz lädt Würzburgerin aus

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Die 7-Tage- Inzidenz für Würzburg beträgt laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aktuell 60,99. Wer als Würzburger jetzt eine Reise innerhalb Deutschlands plant, muss flexibel sein, weil der Wert immer noch zu hoch ist.

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