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Wegen Corona: 79-Jähriger betreut Fische aus dem Seniorenheim | BR24

© Sylvia Schubart-Arand/BR-Mainranken

Horst Schmidt mit Pfauenaugenbuntbarschen aus einem Karlstadter Seniorenheim.

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    Wegen Corona: 79-Jähriger betreut Fische aus dem Seniorenheim

    Der 79 Jahre alte Horst Schmidt aus dem unterfränkischen Karlstadt betreut seit kurzem Fische aus einem Altenheim. Eine Bewohnerin und ein Pfleger können sich aktuell nicht um die Tiere kümmern. Schmidt hat die Fische deshalb bei sich aufgenommen.

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    Von
    • Sylvia Schubart-Arand

    Wer kümmert sich um die Pfauenaugenbuntbarsche? Diese Frage beschäftigte in den vergangenen Tagen das Personal einer Senioreneinrichtung der Otto und Anna Herold-Stiftung in Karlstadt – zusätzlich zu der sowieso schon angespannten Coronasituation. Eine Bewohnerin, die sich sonst um die Fische kümmert, muss corona-bedingt in ihrem Zimmer bleiben. Ein zuständiger Pfleger fiel aus. Die Tiere konnten nicht mehr wie gewohnt versorgt werden. Doch Hilfe kam aus dem Ort.

    Übergabe der Fische an der frischen Luft

    Um das Pflegepersonal zu entlasten, kontaktierte das Heim den 79 Jahre alten Horst Schmidt. Die Verantwortlichen baten ihn, die vier großen Pfauenaugenbuntbarsche zu übernehmen. Schmidt sagte zu. Da Besucher das Heim nicht betreten dürfen, fischte eine Betreuungsassistentin das Aquarium kurz darauf ab und übergab in einem Eimer die Fische. Diese nahm Horst Schmidt an sich: an der frischen Luft, vor dem Seniorenheim.

    © Sylvia Schubart-Arand/BR-Mainranken

    Die Pfauenaugenbuntbarsche kommen zum Beispiel im Amazonas vor.

    Mehrere Aquarien im Karlstadter Seniorenheim

    In der der Senioreneinrichtung der Otto und Anna Herold-Stiftung stehen auf drei Stockwerken Aquarien. Zumindest die Pfauenaugenbuntbarsche aus einem dieser Aquarien haben nun vorübergehend eine neue Heimat. Um sie bei sich aufnehmen zu können, hatte Schmidt eines seiner eigenen Aquarien im Keller leergeräumt. Dort sind die Fische nun einquartiert.

    Bei den Pfauenaugenbuntbarschen handelt es sich um tropische Süßwasserfische aus Südamerika. In den übrigen Stockwerken versorgen die Betreuer weiterhin die Aquarien. Heimleiterin Elfriede Roth ist dankbar für die Hilfe: "Wenn sich bei uns alles wieder normalisiert, nehmen wir die Fische gernewieder zurück.".

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