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Der ehemalige Personalchef des Klinikums Fürth ist vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Gericht verurteilte ihn wegen Betrugs in 42 Fällen.

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Wegen Betrug: Haftstrafe für Ex-Personalchef des Klinikums Fürth

Der ehemalige Personalchef des Klinikums Fürth ist vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Gericht verurteilte ihn wegen Betrugs in 42 Fällen.

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Von
  • Julia Demel

Der 45-Jährige hatte zum Prozessauftakt gestanden, wie ein Gerichtssprecher dem BR sagte, Gelder in Höhe von 470.000 Euro veruntreut zu haben. Als Motiv sieht das Gericht die Gier des Angeklagten. Zum Auftakt hatte der ehemalige Personalchef des Klinikums Fürth gesagt, er habe sich für seine hohe Arbeitsbelastung selbst belohnen wollen.

Mangelnde Kontrolle am Klinikum

Das Geständnis und die Tatsache, dass die Kontrollstellen im Klinikum Fürth offenbar nicht ausreichend funktioniert haben, wurden zu Gunsten des Angeklagten gewertet. Allerdings sei eine mangelnde Kontrolle kein Grund, Straftaten zu begehen, hieß es in der Urteilsbegründung – schon gar nicht, wenn dies in verantwortlicher Position bemerkt werde.

Der frühere Personalchef des Fürther Klinikums hatte zwischen Oktober 2018 und Juli 2020 insgesamt 64 Rechnungen an das Klinikum gestellt für eine Firma, deren Inhaber er war, zum Beispiel für Schulungen. Dabei handelte es sich jedoch um Scheinrechnungen, denen keine Leistung zu Grunde lag. Aufgeflogen war der Betrug erst, als eine Mitarbeiterin eine Zusammenstellung der Kosten erstellte und die hohen Ausgaben in der Marketingabteilung bemerkte.

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