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Weg mit der Lockdown-Frisur: Es darf wieder geschnitten werden | BR24

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Frisörläden in Bayern dürfen nach zehn Wochen Lockdown wieder öffnen, der Andrang ist groß. Deswegen haben viele Betriebe für die nächsten Wochen von früh morgens bis abends geöffnet.

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Weg mit der Lockdown-Frisur: Es darf wieder geschnitten werden

Ab heute dürfen Friseure wieder öffnen. Bereits gegen Mitternacht zückten die erste ihre Scheren. Seit klar war, dass die Salons ab dem 1. März wieder loslegen dürfen, stand bei vielen Friseuren das Telefon nicht mehr still.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Tobias Burkert

Im Dezember mussten die Friseurgeschäfte landesweit geschlossen werden. Ein herber Schlag, denn das Weihnachtsgeschäft fiel damit weg. Jetzt geht es wieder los und der Andrang ist groß. Wer zeitnah einen Termin haben will, braucht ein wenig Glück oder guten Kontakt zum Friseur seines Vertrauens.

Auch in Mittelfranken wird die Schere gezückt

Die Vorbereitungen auf die Wiedereröffnung liefen bereits seit Tagen auf Hochtouren. Endlich dürfen die Friseure bayernweit wieder zu Kamm und Schere greifen. Allerdings unter strengen Hygiene-Auflagen. So müssen alle Kunden eine FFP2-Maske tragen, die Termine mit Namen und Adressen vorher eingetragen sein, zudem gelten Mindestabstände von 1,5 Metern im Geschäft, außer beim Schnitt selbst. Bodenmarkierungen und Absperrungen sollen die verschiedenen Bereiche ausweisen.

Die Friseure selbst und ihre Angestellten müssen nicht zwangsläufig eine FFP2-Maske tragen, eine OP-Maske reicht laut Regelkatalog. Der Terminkalender vor allem für März und April ist bei vielen bayerischen Friseuren rappelvoll, so auch bei Sonja Fischer im mittelfränkischen Leinburg. Die Friseurmeisterin hat ihren Laden bereits um 5.00 Uhr heute Morgen aufgesperrt und erwartet Kunden bis 22.00 Uhr nachts. Gearbeitet wird in zwei Schichten. Da sei sie ihren Stammkunden schuldig.

Kein erhöhtes Ansteckungsrisiko

Der bayerische Landesinnungsverband spricht von einem geringen Ansteckungsriksiko durch einen Friseurbesuch. Dies würden auch Zahlen der Berufsgenossenschaft BGW unterstreichen. In ganz Deutschland hätten sich lediglich 22 Beschäftigte von insgesamt 240.000 Mitarbeitern mit Covid-19 infiziert. Das sei auch das Resultat der strengen Auflagen.

Doch die neuen Schutz- und Hygieneauflagen würden viele Betriebe dazu zwingen ihre Preise neu zu kalkulieren, so dass mit Preissteigerungen zu rechnen sei, so die Landesinnung. Viele Friseurgeschäfte seien dringend auf schnelle Einnahmen angewiesen, da aktuell fast jedem vierten Salon im Freistaat die Schließung im Verlauf des Jahres drohe.

Bedford-Strohm bezahlt das Doppelte

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm, äußert angesichts der Öffnungen Zuversicht. Er persönlich werde sich bald von seiner "Corona-Mähne" trennen. Und er werde seinen Friseur doppelt bezahlen, "weil er auch doppelt so langes Haar schneiden muss", sagte der EKD-Ratsvorsitzende, der den Haarschnitt mit einem Frühjahrsputz "nach einem in vielerlei Hinsicht harten Winter" verglich.

Auch andere Bereich dürfen öffnen

In Bayern dürfen ab heute auch wieder Gärtnereien und Baumärkte ihre Tore aufsperren, auch Blumenläden. Auch die Füße dürfen wieder professionell gepflegt werden.

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