BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Webasto nach Coronavirus-Fall: Homeoffice und Verunsicherung | BR24

© BR

Bei Webasto laufen nach der Infektion zweier Mitarbeiter mit dem Corona-Virus Vorsichtsmaßnahmen.

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Webasto nach Coronavirus-Fall: Homeoffice und Verunsicherung

Der 33-Jährige Mann, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, arbeitet bei dem Autozulieferer Webasto. Das Unternehmen in Stockdorf im Landkreis Starnberg reagiert auf den Fall: Wer Kontakt zu dem erkrankten Kollegen hatte, arbeitet im Homeoffice.

1
Per Mail sharen

Während der 33-jährige Mann, der sich als Erster in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert hat, im Krankenhaus behandelt wird, hat sein Arbeitgeber auf die Infektion reagiert. Webasto-Mitarbeiter, die Kontakt zu ihrem erkrankten Kollegen hatten, arbeiten für eine Woche zuhause im Homeoffice. Das hat der Vorstandsvorsitzende Holger Engelmann mitgeteilt. Die Regelung gelte auch für die Mitarbeiter, die mit der chinesischen Kollegin zu tun hatten, bei der sich der Erkrankte angesteckt hatte.

Man habe die Kollegen nach einer Verfahrensanweisung des Robert-Koch-Instituts identifiziert und informiert. Mitarbeiter, die länger als 15 Minuten Kontakt zu den beiden hatten, führen zudem eine Fieber-Handbuch und werden sich testen lassen, sobald Symptome auftauchen.

Engelmann sprach von einer gewissen Verunsicherung im Unternehmen. Man versuche aber natürlich, den Betrieb aufrechtzuerhalten und professionell mit diesem Thema umzugehen.

Produktion in China ruht

In der chinesischen Niederlassung von Webasto ruhe derzeit die Produktion, sagte Engelmann, wie bei den anderen Unternehmen in der Region auch. Dementsprechend macht sich der Webasto-Chef grundsätzlich Sorgen um die Automobil-Zulieferindustrie in China. Im Augenblick sehe es so aus, dass die Kfz-Produktion und die Produktion von Zulieferteilen eingestellt ist, so der Manager.

Webasto sagt China-Reisen vorerst ab

Webasto sagte alle Reisen nach und von China für mindestens die nächsten zwei Wochen ab. Das Unternehmen stellt hauptsächlich Autodächer und Standheizungen her und hat in China mehr als zehn Standorte. Die größte Fabrik befindet sich in der Millionenmetropole Wuhan, in der die neuartige Lungenkrankheit zuerst ausbrach. Auch andere deutsche Unternehmen mit chinesischen Standorten reagierten auf das Coronavirus.

Ansteckung bei Schulung mit chinesischer Kollegin

Der infizierte 33-Jährige hatte vor einer Woche zusammen mit drei chinesischen Gästen ein an einer Schulung in der Firmenzentrale teilgenommen. Eine der Kolleginnen erkrankte schließlich an an dem Virus. Von den beiden anderen chinesischen Mitarbeitern seien bisher keine Krankheitssymptome bekannt, sagte die Sprecherin. Der erkrankte Mitarbeiter habe bei der Schulung den ganzen Tag mit der später erkrankten chinesischen Kollegin in einem Raum gesessen.

© BR

Die bayerischen Behörden haben bestätigt, dass sich ein 33-jähriger Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech bei einer Kollegin aus China angesteckt hatte.