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Wasserwacht testet Drohnen am Badesee | BR24

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Die Wasserwacht passt an unseren Flüssen und Seen auf und hilft bei Badeunfällen. Die Kreiswasserwacht München testet jetzt Drohnen - nicht zur Überwachung, aber zum schnelleren Auffinden von Hilfsbedürftigen.

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Wasserwacht testet Drohnen am Badesee

Mit der Drohne das verlorene Kind am Badesee wiederfinden - das testet heuer die Kreiswasserwacht München am Feringasee und am Langwieder See. Die Drohnen sollen den See nicht dauerüberwachen, sondern nur im Notfall und zur Übung zum Einsatz kommen.

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Die Kreiswasserwacht München testet in diesem Sommer zum ersten Mal den Einsatz von Drohnen. Ein Szenario: Eltern haben am Badesee ihr Kind verloren. Die Drohne fliegt los und filmt Wasserfläche und Ufer ab.

"Wir stellen die Mama einfach vor diesen Fernseher hin und werden mit ihr das Bild anschauen, ob sie ihr Kind irgendwo erkennt. Das hat den Vorteil, dass man hier einen viel größeren Blickwinkel hat, als wenn man jetzt draußen mit dem Rad irgendwo herumfährt und dieses Kind sucht." Rudolf Brettner, Kreiswasserwacht München

Im Großraum München sind die Drohnen an zwei Seen stationiert - am Feringasee bei Unterföhring und am Langwieder See. Zum Einsatz kommen sie nur bei Notfällen, nicht zur Dauerüberwachung der Badenden. Eine Drohne der Wasserwacht fliegt sogar mit einer Wärmebildkamera - nützlich für die Suche nach Vermissten.

Drohnen: Billiger als ein Hubschrauber - und schneller bereit

Die Drohnen haben viele Vorteile. Sie sind viel billiger als ein Hubschrauber und kompakt. Die Wasserwacht möchte sie etwa bei Hochwasser einsetzen, um die Lage an gefährdeten Dämmen zu überwachen - dann muss dafür kein Mensch sein Leben riskieren. Und sie sind schnell einsatzbereit.

Die Wasserwacht ist eine offiziell anerkannte Katastrophenschutz-Organisation. Deshalb darf sie dort fliegen, wo es anderen verboten ist.

"Wir haben also die Möglichkeit, überall zu fliegen, außer an Flughäfen. Aber wir können auch zu Übungszwecken über Bevölkerungsgruppen drüberfliegen, also wir sind nicht nur für den Einsatzfall von dieser Regelung ausgenommen, sondern auch für Übungen." Rudolf Brettner, Kreiswasserwacht München