BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Bootsfahren auf der Isar nach zahlreichen Unfällen verboten | BR24

© BR

Wasserwacht rettet zahlreiche Bootsfahrer aus der Isar

90
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Bootsfahren auf der Isar nach zahlreichen Unfällen verboten

Am Samstag musste die Wasserwacht 32 Menschen retten, die in der Isar gekentert waren. Trotz Treibholz und hohem Wasserstand waren viele Schlauchbootfahrer unterwegs – die Stadt München hat nun das Befahren der Isar bis auf Weiteres verboten.

90
Per Mail sharen

Die Stadt München hat reagiert und das Befahren der Isar zwischen Großhesseloherwehr und Flaucher bis auf Weiteres verboten. Es bestehe eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben, wenn Personen die Isar mit Booten und sonstigen Schwimmkörpern jeglicher Art befahren, teilte das Referat für Gesundheit und Umwelt am Sonntag mit. 

Serie von Bootsunfällen

Durch die starken Regenfälle der letzten Tage ist der Wasserstand der Isar erhöht. Außerdem ist das Wasser stark getrübt, es gibt Strömungen und an vielen Stellen führt der Fluss auch Treibholz mit. Trotzdem waren am gestrigen Samstag zahlreiche Bootsfahrer auf der Isar unterwegs. In der Folge waren binnen weniger Stunden elf Schlauchboote gekentert, 32 Menschen mussten aus dem Wasser gerettet werden.

Allein an der Wasserwalze an der Marienklause, am südlichen Stadtrand von München, waren mehrere Boote gefangen. Nur mithilfe der Wasserwacht kamen die Bootsbesatzungen ans Ufer. Eine Person musste sogar per Seilwinde mit einem Rettungshubschrauber gerettet werden.

Lebensgefahr am Tierpark

Ein anderes Boot war an der Thalkirchner Brücke, die zum Tierpark Hellabrunn führt, zwischen Baumstämmen verkeilt. Das Boot war so stark beschädigt, dass Lebensgefahr für die Insassen bestand. Auch sie wurden von den Helfern in Sicherheit gebracht.

Risiko für die Retter

Gestern folgte für die Wasserwacht ein Einsatz auf den anderen – jedes Mal auch eine gefährliche Situation für die Retter. Darum sollte jetzt niemand in die Isar gehen, weder um zu schwimmen oder noch um Boot zufahren, so die Sprecherin der Münchner Kreiswasserwacht, Daniela Haupt. Durch so einen Leichtsinn gefährde man nicht nur sich selbst - sondern bringe auch die Helfer in Lebensgefahr.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!