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Wasserstoff-Technologie in der Frankenmetropole ganz weit vorn | BR24

© BR/Eleonore Birkenstock

Die Wasserstofftechnologie ist im Kommen: Lastwagen sollen damit fahren, Flugzeuge damit fliegen. Bei Forschung und Entwicklung sind fränkische Universitäten und Unternehmen mit dabei.

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Wasserstoff-Technologie in der Frankenmetropole ganz weit vorn

Die Wasserstofftechnologie ist im Kommen: Lastwagen sollen damit fahren, Flugzeuge damit fliegen und auch in der Stahlindustrie soll es eingesetzt werden. Bei Forschung und Entwicklung sind fränkische Universitäten und Unternehmen mit dabei.

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Gleich zu Beginn des Wasserstoff-Gipfels "Hydrogen Dialogue" hat die NürnbergMesse bekanntgegeben: Bis 2028 will sie klimaneutral arbeiten und zwar mithilfe von wasserstoffgestützter Stromversorgung. Messe-Geschäftsführer Roland Fleck kündigte den Bau eines Wasserstoffkraftwerkes an. Startschuss für den Baubeginn soll im kommenden Jahr sein.

Wasserstoff in der Metropolregion Nürnberg im Aufwind

Die Begeisterung für die Wasserstofftechnologie sei da, sagte Wirtschaftsweise und Professorin Veronika Grimm, besonders in der Metropolregion Nürnberg. Die Volkswirtschaftsexpertin von der Uni Erlangen-Nürnberg erklärte bei der virtuellen Tagung: “In Sachen Wasserstoff hat sich in den vergangenen zwei Jahren unheimlich viel getan“. “Jetzt geht es an die Umsetzung und eigentlich ist das, das dicke Brett, das wir jetzt bohren müssen“, sagt Wirtschaftsprofessorin Veronika Grimm. Daran arbeitet auch die Politik.

Wasserstoffstrategie für Bayern

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) hatte vor einem halben Jahr in Nürnberg die Wasserstoffstrategie für den Freistaat vorgestellt. Dazu gehört unter anderem, dass die Universitäten in Erlangen-Nürnberg und München intensiv in diesem Bereich zusammenarbeiten. Im September 2019 hatte die Staatsregierung zudem das Zentrum.Wasserstoff (H2.B) in Nürnberg gegründet.

"Nürnberg bleibt die Wasserstoff Hauptstadt." Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister

Fränkische Firmen mischen bei der Wasserstofftechnologie mit

Auch der CEO des Herzogenauracher Automobilzulieferer Schaeffler, Klaus Rosenfeld, sieht Chancen in der neuen Technologie mit Wasserstoff: als Energiequelle, als Antriebsmöglichkeit und als Energieträger für Strom aus regenerativem Quellen. Eine große Bremse sieht Rosenfeld aber dennoch bei den Kosten und nannte das Beispiel Autobranche: Ein Elektro-Auto sei sehr viel günstiger als ein mit Wasserstoff betriebenes Auto.

Chance für Umwelt und Wirtschaft

Dennoch sieht Rosenfeld Chancen in der Wasserstofftechnologie: "Grüner Wasserstoff, also Wasserstoff, der mithilfe erneuerbarer Energien gewonnen wird, kann dieses Bindeglied zwischen Fortschritt, Wohlstand und Klimaschutz sein“, so der Vorstandsvorsitzende von Schaeffler.

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