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Wasser und Futter: Igelstation bittet Gartenbesitzer um Hilfe | BR24

© dpa Picture-Alliance S. Gerth

Wasser und Futter: Igelstation bittet Gartenbesitzer um Hilfe

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    Wasser und Futter: Igelstation bittet Gartenbesitzer um Hilfe

    Die Igelstation in Gerbrunn (Lkr. Würzburg) schlägt Alarm und bittet Gartenbesitzer um Hilfe. So dramatisch wie dieses Jahr sei die Situation für die stacheligen Tiere noch nie gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

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    Hat die Igelstation in Gerbrunn bis 2015 noch durchschnittlich jedes Jahr bis zu 330 hilfsbedürftige Igel aufgenommen, war in den vergangenen Jahren ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Zusätzlich zum Insektensterben kamen die letzten heißen, trockenen Sommer, dadurch fehlte dem Insektenfresser die Nahrungsgrundlage. Schon in diesem Jahr hatte die Igelstation mit sehr vielen toten Igeln zu tun, die einfach verhungert oder verdurstet sind. Jetzt im Sommer sei es besonders schlimm, weil die Igelweibchen Junge haben, so die Igelstation. Wenn die Igelmutter keine Nahrung findet, bedeutet es auch für ihren Nachwuchs den Tod.

    Wasser und Futter bereitstellen

    Die Igelstation in Gerbrunn und die Umweltstation der Stadt Würzburg raten deshalb allen Gartenbesitzern, unbedingt Wasser und für Ratten nicht erreichbares Katzennassfutter aufzustellen. Die eigentlich nachtaktiven Tiere sind jetzt auch am Tag auf Futtersuche. Außerdem warnt die Igelstation: Gartenteiche seien immer wieder eine tödliche Gefahr für Igel. Gartenteichbesitzer sollten unbedingt darauf achten, den Teich entweder zu sichern oder Ausstiegshilfen zu installieren. Ein Brett oder ein flaches Ufer würden schon genügen.

    Igelbabys bei Igelstation abgeben

    Ist man aus Versehen auf ein Igelnest gestoßen, bitte sofort wieder verschließen, die Jungen nicht anfassen und jede Störung in der Nähe des Nestes vermeiden, bittet die Igelstation. Werden außerhalb des Nestes nackte und blinde Säugling gefunden, ist der Igelmutter etwas passiert und sie kehr nicht mehr zurück. In diesem Fall müssen die kleinen Igel sofort eingesammelt und mit einer Igelstation Verbindung aufgenommen werden. Wer generell den Igeln im Garten helfen will, könne außer Futter bereitzustellen auch Unterschlupfmöglichkeiten schaffen, zum Beispiel ganzjährig an geschützter Stelle einen Reisighaufen anlegen, mit Blättern abdecken und schon hat der Igel ein Quartier für den Winterschlaf oder um seine Jungen zur Welt zu bringen.

    Die Igelstation in Gerbrunn wird von Gudrun und Herbert Martin seit 30 Jahren betrieben. Sie arbeiten ehrenamtlich und auf eigene Kosten. Die Hilfe kann nur durch die Unterstützung durch Spenden geleistet werden.

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