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Wasser im Main zu warm: "Warnung" der Regierung von Unterfranken | BR24

© picture-alliance/dpa

Der Main in Miltenberg

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    Wasser im Main zu warm: "Warnung" der Regierung von Unterfranken

    Bei dem hochsommerlichen Wetter ist die Temperatur des Mainwassers gestiegen. Die Regierung von Unterfranken hat für den Bereich zwischen Kahl am Main und Würzburg eine Warnung ausgesprochen. Für den Flussabschnitt gilt nun der "Alarmplan Main".

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    Von
    • Marcus Filzek

    Wegen der hochsommerlichen Temperaturen ist das Mainwasser deutlich wärmer geworden. Am Montag hat die Regierung von Unterfranken für den Bereich zwischen Kahl am Main und Würzburg eine Warnung ausgesprochen. Die Warnung ist als Vorstufe zur Warnstufe 1 im "Alarmplan Main" anzusehen.

    Der Regierung zufolge ist seit Sonntag (09.08.20) an der Messstation Erlabrunn der Schwellenwert der Wassertemperatur von 26 Grad Celsius für mehr als mehr als drei Stunden überschritten worden. Die Regierung rechnet damit, dass in Kürze an der Messstation in Kahl am Main der Grenzwert überschritten wird.

    Keine Wetteränderung in Sicht

    Da es in den kommenden Tagen und Nächten weiter heiß bleiben soll, müsse mit einem weiteren Anstieg der Wassertemperaturen gerechnet werden. Der Sauerstoffgehalt an der Messstation Kahl am Main bewege sich auf niedrigem, aber noch unkritischem Niveau. Der Abfluss des Mains an der Messstation Trunstadt (Lkr. Bamberg) sei niedrig und zeige eine weiter fallende Tendenz, so die Regierung von Unterfranken. Die Landratsämter und Stadtverwaltungen wurden bereits gebeten, alle Kläranlagen und Industriebetriebe, die ihre Abwässer in den Main einleiten, zu verständigen.

    Arbeiten im Fluss müssen eingestellt werden

    Nach den Vorgaben des Alarmplans ist nun in den folgenden Tagen im Main von Würzburg flussabwärts alles zu unterlassen, was zu zusätzlichen Belastungen führen könnte. Dies gilt etwa für Schlammräumungen und Baggerungen im Main und in seinen Nebengewässern, soweit sie nicht zwingend zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und der Leichtigkeit des Verkehrs auf der Wasserstraße notwendig sind. Außerbetriebnahmen von Kläranlagen für Revisionsarbeiten sind nicht zulässig. Der Regierung von Unterfranken zufolge sind Wehr- oder Turbinenbelüftungen derzeit noch nicht notwendig.

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