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Was vor dem Corona-Test zu beachten ist | BR24

© picture alliance/Fabian Sommer/dpa

In Bayern sind Coronatests kostenlos. (Symbolbild)

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    Was vor dem Corona-Test zu beachten ist

    Die Corona-Zahlen schnellen in die Höhe und das heißt gleichzeitig, dass immer mehr Tests durchgeführt werden beziehungsweise durchgeführt werden müssen. Was tun, wenn Symptome auftreten? Kann ich mich auch ohne Symptome testen lassen? Und wer zahlt?

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    Bei vielen Menschen herrscht Unsicherheit beziehungsweise Ungewissheit darüber, wie und wo sie sich auf das Coronavirus testen lassen können. Was jeder grundsätzlich wissen sollte: Wer Corona-typische Symptome aufweist, muss darauf achten, keine anderen Personen zu gefährden, sagt Britta Walthelm, Gesundheitsreferentin der Stadt Nürnberg.

    Bei Symptomen den Hausarzt kontaktieren

    Sie empfiehlt, im Corona-Verdachtsfall zunächst den Hausarzt zu kontaktieren – und zwar telefonisch. Von dem direkten Gang zum Arzt oder in ein Testzentrum sei dringend abzusehen. Bereits im Telefongespräch könne der Arzt anhand der Beschreibung der Symptome entscheiden, ob ein Coronatest notwendig ist. Diesen führt in der Regel der Hausarzt selbst durch oder verweist an einen Kollegen, so Walthelm. Außerdem gibt es mit der 116 117 auch noch die Hotline des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes. Diese sei aber gerade in den vergangenen Tagen sehr stark ausgelastet gewesen, verrät Walthelm.

    Erkältung oder Corona: Was tun bei ähnlichen Symptomen?

    Corona-typische Krankheitssymptome sind zum Beispiel Fieber, Müdigkeit und trockener Husten. Da diese denen einer Erkältung oder einer Grippe stark ähneln, sei es für Laien schwer die Krankheitsmerkmale eindeutig zuzuordnen, so die Gesundheitsreferentin. Gerade in der Erkältungszeit sollen Betroffene deswegen immer den professionellen Rat ihres Hausarztes einholen, um auf Nummer sicher zu gehen, sagt Walthelm.

    Coronatest auch ohne Symptome möglich

    Auch Menschen, die keine Symptome haben, können sich auf das Coronavirus testen lassen. In Bayern sind die Coronatests weiterhin kostenfrei. Laut Britta Walthelm sollte der Gang ins Testzentrum allerdings gut begründet sein. Vor einem Besuch im Pflegeheim zum Beispiel, könnte ein Test sinnvoll sein, wenn man sich ganz sicher sein möchte, sich nicht mit dem Coronavirus angesteckt zu haben.

    Von einem Coronatest "einfach mal so" rät die Gesundheitsreferentin indes ab. Schließlich seien auch die Kapazitäten derjenigen, die die Tests durchführen, und die der Labore endlich und müssten sinnvoll eingesetzt werden.

    Labore melden positive Ergebnisse an das Gesundheitsamt

    Positive Fälle melden die Labore immer an das Gesundheitsamt, damit Kontaktpersonen ermittelt und mögliche Infektionsketten nachvollzogen werden können. Negative Fälle werden hingegen nicht gemeldet. Die Betroffenen werden aber in beiden Fällen benachrichtigt, in den meisten Fällen per E-Mail.

    Nürnberger Gesundheitsamt erhält Hilfe von Bundeswehr

    Die Situation im Gesundheitsamt in Nürnberg beschreibt Britta Walthelm als sehr angespannt. Die Auslastung sei extrem hoch. Gerade in den vergangenen Tagen seien noch einmal sehr viele Coronafälle hinzugekommen.

    "Wir haben deswegen geschaut, dass wir noch einmal Unterstützung kriegen. Wir stellen laufend neue Leute für Corona ein." Britta Walthelm, Gesundheitsreferentin von Nürnberg

    Außerdem bekommt das Amt neuerdings Amtshilfe von der Bundeswehr. Die ersten Vertreter sind am Mittwoch in Nürnberg eingetroffen.

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