BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Was tun nach dem Biss? | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Was tun nach dem Biss?

Auch wenn das Wetter der vergangenen Woche nicht direkt darauf schließen lässt: Wenn es jetzt allmählich wärmer wird, steigt wieder das Risiko eines Zeckenbisses. Beim Schutz dagegen gibt es klare Favoriten.

Per Mail sharen

Nicht nur, dass Zecken einen beißen und einem das Blut abzapfen, dabei übertragen sie auch Viren, die zur Frühsommer-Meningo-Enzephalitis – kurz FSME – führen können, und von Bakterien, die Borreliose auslösen. Zumindest gegen FSME hilft laut dem Lindauer Kinderarzt Klaus Adams nur eine Impfung.

"Bei der FSME ist es so, dass etwa acht bis zehn Tage nach dem Stich Fieber auftreten kann, Kopfschmerzen und dann kann das Ganze zu Ende sein. Aber bei etwa zehn Prozent der Infizierten kann es zu einer zweiten Phase kommen, die dann mit einer Hirn- oder Hirnhautentzündung verbunden ist." Klaus Adams, Kinderarzt aus Lindau

Borreliose ist gut behandelbar

Diese Hirn- oder Hirnhautentzündungen können im schlimmsten Fall auch dauerhafte Lähmungen auslösen oder zum Tod führen. Einmal erkrankt gibt es keine wirksamen Medikamente gegen FSME, denn Antibiotika helfen bei der Virenerkrankung nicht.

Anders sieht das aus, wenn durch den Zeckenbiss, Borrelien-Bakterien ins Blut eingedrungen sind. Auch eine Borreliose kann einen schweren Verlauf nehmen. Zunächst fühlt es sich an, wie eine schwere Grippe, dann können die Bakterien aber Organe und Gelenke befallen – Schmerzen und Lähmungen können die Folge sein. Wenn die Krankheit früh genug erkannt wird, kann sie aber mit Antibiotika gut behandelt werden.

Zeckenzange oder -karte?

Die besten Maßnahme gegen beide Krankheiten ist aber die schnelle Entfernung der Zecke. In jeder Apotheke gibt es ein großes Angebot an Pinzetten, Zangen, Schlingen und Karten um Zecken herauszuziehen. Apothekerin Claudia Fischer hat einen klaren Favoriten.

"Den Vorteil bietet ganz deutlich die Zeckenpinzette, die auch aus Chirurgenstahl ist mit den längeren Armen. Man kann einfach gezielt die Zecke unten an den Beinen, da, wo sie sich in die Haut gebohrt hat, umgreifen und dann mit einer Hebelwirkung aus der Haut herausziehen." Apothekerin Claudia Fischer

Schlecht schneidet dagegen die Zeckenkarte ab, obwohl man sie so gut im Geldbeutel mitnehmen kann. Denn obwohl sie zwei verschiedene Schlitze für unterschiedliche Zeckengrößen hat, lassen sich die Insekten laut Apothekerin Claudia Fischer damit meist nicht entfernen.