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Was Schüler und Schülerinnen über die neuen Corona-Regeln denken | BR24

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Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen halten Bund und Länder am Präsenzunterricht fest - Schulen und Kitas sollen weiter geöffnet bleiben. Einschätzungen von Joshua Grasmüller vom Landesschülerrat Bayern.

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Was Schüler und Schülerinnen über die neuen Corona-Regeln denken

In der BR24Live-Debatte mit Joshua Grasmüller vom Landesschülerrat wird deutlich: Die "Hauruck"-Maßnahme des vorgezogenen Ferienbeginns ist vielleicht unumgänglich - löst jedoch andere Versäumnisse nicht. Und davon werden so einige diskutiert.

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Von
  • BR24 Redaktion

Auch nach den heutigen Beschlüssen aus Berlin gilt: Was die Corona-Maßnahmen für Schulen betrifft, gibt es wenig Neues. Schulen und Kitas bleiben weiterhin geöffnet, großflächiger Wechselunterricht ist nicht geplant, und die deutschlandweit umstrittene Maskenpflicht auch für Grundschüler gilt in Bayern faktisch ohnehin überall.

Ferienstart: zu früh, zu spät, gerade richtig?

Die wichtigste Neuerung: Der vorgezogene Ferienbeginn am 18. Dezember. Manche der Stellungnahmen, die bei BR24 einlaufen, begrüßen die Regelung, einigen starten die Ferien in Bayern immer noch zu spät - der Bund denkt bereits über eine weitere Vorverlegung nach; andere sorgen sich um die Betreuung von Kindern doppelberufstätiger Eltern.

Joshua Grasmüller, Koordinator des Landesschülerrats und stellvertretender Landesschülersprecher in Bayern, kritisiert das Schrauben am Ferientermin als "Hauruck-Aktion, die von all den Maßnahmen ablenkt, die in den letzten Monaten nicht geschehen sind".

Zu viele Schüler, zu wenige Ideen

Tatsächlich ist die Unzufriedenheit bei vielen Schülern und Eltern groß. Kritisiert wird unter anderem die Enge in den Schulbussen, das "dicht an dicht" von 30 Schülern in einem kleinen Klassenzimmer.

Bei der Schulbusthematik sieht Grasmüller die Kommunen gefordert, möglichst nachhaltige Konzepte zu entwickeln. Was die Klassenzimmer betrifft, hält der Koordinator des Landesschülerrats ein Mehr an Wechselunterricht für sinnvoll - allerdings nicht für die Kleineren und nicht für Schüler und Schülerinnen, die vor den Abschlussprüfungen stehen. "Wenn wir die Mittelstufe zu Hause unterrichten würden, hätten wir mehr Kapazitäten", meint Grasmüller.

Vielerorts fehlt die Infrastruktur

Dafür allerdings fehlt es oft immer noch an schnellem Internet, Rechnern, Ideen. Grasmüller vermisst weitergehende Konzepte für einen Ausbau digitaler Unterrichtsmittel und eine Unterrichtskommunikation jenseits des Präsenzunterrichts.

"Wir sind im zweiten Lockdown wieder nicht auf dem Stand, den wir haben sollten". Joshua Grasmüller

Weil sich daran in den kommenden Wochen nicht viel ändern dürfte, hat er für seine Mitschüler und Mitschülerinnen und deren Eltern nur den Wunsch: "Ruhe zu bewahren. Das hat mir in der Abivorbereitung auch geholfen."

© dpa

Joshua Grasmüller (l.) mit Markus Söder und Kultusminister Piazolo

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