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Zwei Mädchen in einem Kindergarten
© Julia Müller / BR

Autoren

Eva Eichmann
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Zwei Mädchen in einem Kindergarten

Freie Wähler und CSU haben sich darauf verständigt, dass Familien mit Krippen- und Kindergartenkindern finanziell entlastet werden. Sie sollen monatlich mit 100 Euro unterstützt werden. Für Kindergartenkinder soll das demnächst umgesetzt werden, ab 2020 sollen dann 100 Euro pro Monat auch für Krippenkinder ab dem zweiten Lebensjahr bezahlt werden. Ministerpräsident Markus Söder sagte, auch das Familiengeld werde weiterhin bestehen. Bayern setze damit verstärkt auf die Kombination aus Gebührenfreiheit und Wahlfreiheit.

Mindestens fünf Stunden am Tag gratis

Im Wahlkampf hatten die Freien Wähler noch eine kostenfreie Kita gefordert, mit fünf beitragsfreien Betreuungsstunden pro Tag. Intern hatte die Partei dafür weit über 500 Millionen Euro pro Jahr angesetzt.

Das Argument, kostenlose Kitas seien ungerecht, weil arme und reiche Familien davon gleichermaßen profitierten, wollte Freie-Wähler-Chef Aiwanger damals so nicht stehen lassen. Gerade die untere Mittelschicht werde durch diesen Schritt sinnvoll entlastet, so Aiwanger im Wahlkampf.

Andere Bundesländer sind einen Schritt weiter

Seit dem Sommer kostet in Berlin die Kinderbetreuung auch für Kinder unter einem Jahr nichts mehr. Die übrigen Jahre bis zur Einschulung waren bereits schrittweise beitragsfrei gestellt worden. In Rheinland-Pfalz müssen die Eltern von Kindern ab zwei Jahren nichts mehr für die Betreuung bezahlen - und das bereits seit 2010. Niedersachsen und Hessen sind da mitgegangen: Hier ist die Betreuung für Kinder ab drei Jahren gratis, in Brandenburg müssen die Eltern seit dem Sommer für das letzte Kindergartenjahr gar nichts mehr bezahlen.

Ausbau der Kinderbetreuung

Im Koalitionsvertrag kündigen CSU und Freie Wähler auch an, das Angebot an Kinderbetreuung auszubauen. Demnach sollen 42.000 neue Betreuungsplätze bis 2023 geschaffen werden - für Kinder von null bis sechs Jahren. Zusätzlich soll die Kindertagespflege verstärkt werden. Das Ziel: 2.000 zusätzliche Tagespflegepersonen in den kommenden fünf Jahren.