Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Was passiert am neuen Ethikinstitut für künstliche Intelligenz? | BR24

© BR

Künstliche Intelligenz wird unser Leben verändern. Die TU München hat heute das - von Facebook finanzierte - "Institut für Ethik in der künstlichen Intelligenz" eröffnet. Erforscht wird etwa, welche Entscheidungen Computer treffen dürfen.

2
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Was passiert am neuen Ethikinstitut für künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz wird unser Leben verändern. Die TU München hat heute das – von Facebook finanzierte – "Institut für Ethik in der künstlichen Intelligenz" eröffnet. Erforscht wird etwa, welche Entscheidungen Computer treffen dürfen.

2
Per Mail sharen
Teilen

Künstliche Intelligenz wird in Zukunft helfen, Entscheidungen zu treffen, und zum Teil auch selbst entscheiden. Zum Beispiel bei selbstfahrenden Autos. Aber was sind die richtigen Entscheidungen und unter welchen Bedingungen können wir uns vorstellen, zum Beispiel im Straßenverkehr kritische Entscheidungen Computern zu überlassen? Das wird am neuen "Institut für Ethik in der künstlichen Intelligenz" an der TU München erforscht.

"Also wenn wir Millionen solcher Fahrzeuge auf den Straßen haben, denen die Nutzer nicht vertrauen, und das ist auch irgendwo ein Bauchgefühl, dann werden die nicht gekauft werden", sagt Prof. Christoph Lütge, Leiter am "Institut für Ethik in der künstlichen Intelligenz" an der TU München. "Das heißt, es muss möglich sein, dass man eine ungefähre Vorstellung davon hat, wie die Systeme reagieren, wie sie berechenbar sind und wie sie auch so reagieren, dass ich ihnen vertrauen kann."

KI als Berater

Die Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein, zum Beispiel beim selbstfahrenden Auto: Was tun, wenn ein riskantes Ausweichmanöver nötig ist? Oder in der Medizin, wo die Systeme große Datenmengen auswerten und Therapievorschläge machen sollen. KI-Systeme könnten wirksame Berater werden.

"Die finale Entscheidung wird immer beim Experten oder der Expertin liegen oder bei der Ärztin oder dem Arzt", sagt Lütge. "Die Frage ist, wie kann man die Entscheidung erleichtern. Wie kann man durch eine Empfehlung der Ärtzin, dem Arzt mitgeben, welche Therapie oder welcher Therapieansatz wohl der erfolgversprechendste ist."

Umstrittene Finanzierung durch Facebook

Im Vorfeld heiß diskutiert wurde die Finanzierung des Ethikinstituts – der Internetkonzern Facebook stellt 6,5 Millionen Euro für die Forschung in den nächsten fünf Jahren.