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Was mehr Corona-Tests für Krankenhäuser bedeuten könnten | BR24

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Künftig sollen mehr Patienten und pflegebedürftige Menschen vorsorglich auf das Coronavirus getestet werden. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Spahn an. Für Kliniken wäre das eine Herausforderung, vor allem organisatorisch.

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Was mehr Corona-Tests für Krankenhäuser bedeuten könnten

Künftig sollen mehr Patienten und pflegebedürftige Menschen vorsorglich auf das Coronavirus getestet werden. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Spahn an. Für Kliniken wäre das eine Herausforderung, vor allem organisatorisch.

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Noch im Mai will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die notwendige Verordnung vorlegen, die präventive Reihen-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht. In der Kreisklinik Ebersberg lässt sich erahnen, wo eventuelle Schwierigkeiten beim Einsatz dieser zusätzlichen Tests liegen könnten.

Alle stationären Patienten sollen vor ihrer Aufnahme getestet werden

Jedes Jahr werden in der Kreisklinik Ebersberg knapp 50.000 Patienten behandelt. Künftig sollen alle, die stationär in der Klinik aufgenommen werden, zuvor auf das Coronavirus getestet werden. Vorausgesetzt die stationäre Aufnahme ist planbar. Akutpatienten würden natürlich auch aufgenommen und behandelt – und ebenfalls, so schnell es die Laborkapazitäten zulassen, getestet.

Die Ausweitung der Tests hat viele Fürsprecher – wie den stellvertretenden Ärztlichen Direktor der Kreislinik Ebersberg, Dr. Peter Lamberger. "Ich halte das persönlich für sehr sinnvoll, weil wir dadurch andere Patienten schützen, auch unser Personal schützen, indem wir diese Tests durchführen, bevor Patienten zu uns ins Haus kommen", sagt Lamberger.

Kompliziertere Organisation

Die Organisation ist durchaus etwas komplizierter, findet Lamberger. Denn die Tests müssen einige Tage vor der geplanten stationären Aufnahme gemacht werden, und dann gehen die Patienten erst einmal wieder nach Hause. Dort müssten sie dann in Quarantäne bleiben und erst wenn der Test negativ ist, könne der Patient für den Eingriff oder die Untersuchung wieder in die Klinik kommen. Ein organisatorischer Mehraufwand für die Klinik, gibt der Chefarzt zu. "Aber wir haben uns einen Modus überlegt, damit wir das organisieren können. Und wir haben jetzt zwei Personen, die nur dafür eingesetzt werden, diese Testungen durchzuführen und man braucht natürlich finanzielle Mittel", sagt Lamberger.

Zusätzliche Kosten pro Jahr von rund 800.000 Euro

Für die Kreisklinik Ebersberg heiße das rund 800.000 Euro Kosten zusätzlich im Jahr für Test-Personal und -Material. Das Bundesgesundheitsministerium will, dass die Krankenkassen dafür aufkommen und den Kliniken ein sogenanntes Zusatzentgeld zahlen. Für Klinikgeschäftsführer Stefan Huber bleiben dabei allerdings noch Fragen offen. Schließlich wisse man bisher nicht, ob dieses Geld ausreichen werde. Huber würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und seine 1.000 Mitarbeiter regelmäßig testen lassen. Das würde laut des Klinikgeschäftsführers rund 2,3 Millionen Euro mehr kosten.

Noch reichen die Testkapazitäten in den Laboren

Eine weitere Frage für die Ebersberger Klinik ist, wo die Tests ausgewertet werden und wer sie durchführt. Denn die Labore der Kreisklinik seien dafür nicht ausgestattet. Die Klinik sei auf Fremdlabore angewiesen. Huber hofft, dass die Klinik die Kapazitäten dort erhält. Die Chancen stehen laut Dr. Bernhard Wiegel vom Berufsverband Deutscher Laborärzte nicht schlecht. "Es reicht eigentlich jetzt gerade so, um den kommenden Bedarf der Krankenhäuser und Alten- und Pflegeheime zu befriedigen. Aber übermäßige Reservekapazitäten sind nicht vorhanden", sagt Wiegel. Außerdem könne es laut Wiegel durch die Wege von den Kliniken auf dem Land zu den Laboren in der Stadt zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Mangelware Testgeräte

Laborpersonal gibt es genug, sagt Bernhard Wiegel. Unter anderem auch, weil Nachfragen nach anderen als Covid-19-Tests gerade nachlassen würden. Bei den Geräten sehe das anders aus, auch bei den größeren Standorten. Da darf laut Wiegel kein Ausfall passieren. Er fordert von der Politik, die Laborärzte zu unterstützen, damit ausreichend Testgeräte angeschafft werden können. Die Kreisklinik Ebersberg jedenfalls hofft darauf, dass sie genug Labore findet, die ihre Patienten in Zukunft reihenweise testen können.

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