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Was die Corona-Krise für Autozulieferer wie Dräxlmaier bedeutet | BR24

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Dräxlmaier Unternehmenssprecher Tobias Nickel im Interview

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Was die Corona-Krise für Autozulieferer wie Dräxlmaier bedeutet

Nicht nur die Autohersteller leiden unter den Folgen der Corona-Krise und fahren ihre Produktionen runter - auch ihre Zulieferer können deswegen derzeit nicht produzieren. So auch der Automobilzulieferer Dräxlmaier in Landau an der Isar.

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BMW hat wegen der Corona-Pandemie in ganz Europa die Produktion heruntergefahren. Bis zum 19. April stehen die Bänder vorerst still. Das hat Konsequenzen vor allem für die Zulieferer. Auch der internationale Automobilzulieferer Dräxlmaier in Landau an der Isar ist betroffen. Normalerweise arbeiten im Landauer Werk 500 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr. Mehr als 90 Prozent der Belegschaft musste bereits in Kurzarbeit geschickt werden, so Unternehmenssprecher Tobias Nickel. Der Grund: Keine Abrufe mehr von Automobilherstellern.

Alle Infos und Neuigkeiten zur Corona-Krise in Niederbayern finden Sie hier.

"Die Belegschaft ist geknickt, obwohl sie solidarisch zum Unternehmen steht. Normalerweise ist hier das Leben unterwegs, wenn man in dieses Unternehmen reinschaut. Und jetzt haben wir leere Hallen. Die Waren stehen rum, ist schon ein komisches Gefühl." Tobias Nickel, Dräxlmaier Group, Unternehmenssprecher

Das Kurzarbeitergeld – bis zu 67 Prozent des Lohns - streckt das Unternehmen vor, bis es vom Staat wieder zurückfließt. Wann genau, das kann Tobias Nickel noch nicht sagen.

60 Standorte in 20 Ländern, 75.000 Mitarbeiter weltweit

Angefangen hat das Familienunternehmen 1958. Mit dem Bau von Kabelsätzen für die Produktion des Goggomobils in Dingolfing. Dann ging es nur bergauf. Bis vor kurzem brummte das Geschäft. Heute zählt die Firma 75.000 Mitarbeiter mit weltweit 60 Standorten in 20 Ländern. Der Umsatz im letzten Jahr betrug 4,9 Milliarden Euro.

Produktion steht still

Dräxlmaier beliefert Premiummarken mit der Innenausstattung von der Türverkleidungen bis zum Cockpit. Zu den Kunden zählen BMW, Audi, Jaguar, Mercedes, Maserati oder Tesla. Dräxlmaier produziert nicht auf Lager, sondern auf Abruf, ganz nach den Wünschen des Kunden. Deswegen steht die Produktion jetzt still.

Zulieferung nach China läuft wieder an

Wieviel das kosten wird, weiß das Unternehmen Ende der Woche. Zunächst muss die Firma die Ausgaben herunterfahren, um möglichst lange durchzuhalten. Länger als April wäre jedoch kritisch, sagt der Unternehmenssprecher. Auch über die Produktion von Masken und Beatmungsgeräten werde nachgedacht. Das "Know-How" wäre da. Unterdessen läuft die Zulieferung von Lichtleitern nach China wieder an. Weltweit zählt die Firma übrigens nur 5 Corona-Fälle. Auch das lässt das Unternehmen hoffen.

Update: Autozulieferer Dräxlmaier und CEO Otto gehen künftig getrennte Wege

Der Chef des großen niederbayerischen Autozulieferers Dräxlmaier Jürgen Otto verlässt zum 1. April das Unternehmen mit weltweit rund 70.000 Beschäftigten. Das gab das Unternehmen mit Stammsitz in Vilsbiburg am Vormittag offiziell bekannt. Nach erfolgreichem Abschluss der strukturellen Weiterentwicklung des Unternehmens habe sich CEO Jürgen Otto dazu entschlossen, den Weg für die personelle Neuausrichtung der Däxlmaier Group ab dem 1. April frei zu machen. Jürgen Otto wurde zum 1. Januar 2019 in die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe berufen. Als CEO hat Otto die Neuaufstellung des Unternehmens in Segmenten und Key Account Management unter dem Dach einer Funktionsorganisation umgesetzt und damit die Weichen für den künftigen Erfolg gestellt. Künftig werden mit Franz Haslinger und Dr. Martin Gall zwei langjährige Führungskräfte das Unternehmen als Co-CEOs führen.

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